Noch Fragen?
Allgemeines
Gab es NOMOS als Unternehmen nicht schon vor 1990?
Ja. Ganz früher. Von 1906 bis 1910 gab es eine Firma NOMOS, die vorrangig Taschenuhren produzierte. Sie hat mit dem heutigen Unternehmen NOMOS außer dem Namen nichts gemein, denn das wurde 1990 neu gegründet.
Gibt es bei NOMOS einen Werksverkauf?
Nein, wir verkaufen keine Uhren ab Werk. NOMOS-Uhren gibt es nur im ausgewählten Fachhandel und in unserem kleinen Glashütter Flagshipstore, der NOMOS-Betriebsverkaufsstelle. Dieses Geschäft wurde im Dezember 2002 im ehemaligen Gründungshaus der Glashütter Uhrenindustrie eröffnet. Und dort verkaufen wir Uhren der derzeitigen Kollektion sowie zu etwas günstigeren Preisen auch Stücke aus vergangenen Kollektionen bzw. Messeuhren. Das Preis-Leistungs-Verhältnis von NOMOS-Uhren gilt in Fachkreisen jedoch auch ganz ohne jeden Rabatt als außergewöhnlich gut.
Was bedeutet der Zusatz „SA“ hinter NOMOS Glashütte?
Er steht für Sachsen, denn in Deutschland gibt es 32 Ortschaften namens Glashütte. Im Logo führen wir es seit der Einführung der neuen Werke Anfang April 2005 nicht mehr. Geblieben ist es allerdings als Adresszusatz.
Ist der Begriff „Glashütte“ geschützt?
Ja. Nicht jeder, der in Glashütte seinen Firmensitz hat, darf „Glashütte“ auf seine Uhren schreiben. Nach mehreren Gerichtsverfahren, die sich anfangs auch gegen NOMOS richteten, darf nur derjenige diesen Standortnamen benutzen, der mindestens 50 Prozent der Wertschöpfung am Werk in Glashütte leistet. Das hilft allen: Dem Ort Glashütte sichert diese Regelung Arbeitsplätze, Ihnen als Kunden garantiert sie höchste uhrmacherische Qualität, deren Tradition wir uns verpflichtet fühlen. NOMOS Glashütte konstruiert, entwickelt und baut vor Ort eigene Werke.
Vor einigen Jahren hörte man von einer Entscheidung der ETA SA Manufacture Horlogère Suisse, künftig keine Rohwerke mehr zu liefern. Ist NOMOS davon betroffen?
NOMOS ist durch diese Entscheidung überhaupt nicht betroffen, denn NOMOS Glashütte verwendet keine ETA-Werke.
Längst baut NOMOS Glashütte eigene Kaliber. Durch die Regelung der ETA sollen all jene schwarzen Schafe bestraft werden, die Schweizer ETA-Werke in Plagiate einbauen und dadurch auch dem Namen der ETA schaden. Doch NOMOS-Werke sind eigene Werke und werden in Glashütte gebaut. Egal, ob Automatik oder Handaufzug: Unsere Werke sind von höchster Präzision und verfügen über uhrmacherische Spezialitäten wie etwa die Glashütter Dreiviertelplatine, ein Triovis-Reguliersystem, Sekundenstopp oder temperaturgebläute Schrauben, Sonnenschliff und Glashütter Streifen. Die Arbeit an jeder Uhr ist im Wesentlichen Handarbeit. Wo dies Qualität und Präzision dienlich ist, verwenden wir bei NOMOS Glashütte jedoch auch Hightech-Fertigungsmethoden, wie etwa CNC- und Lasertechnik. Lediglich einzelne Teile, beispielsweise die Rubine, die wir als Lagersteine im Werk benutzen, beziehen wir nach unserer Konstruktion von Lieferanten.
Rund um die Uhr
Wann steht auf einer NOMOS-Uhr „Made in Germany“, wann nur „Germany“?
Die Aufschrift „Made in Germany“ stand von Mitte 2003 an auf unseren Modellen. Mit der Umstellung auf die selbst gebauten Werke haben wir Anfang April 2005 auch den Schriftzug auf dem Zifferblatt in das kürzere „Germany“ geändert. Diese knappe Aufschrift wird gerade wieder zu „Made in Germany“, einfach weil es doch ein wenig schöner klingt.
Wie werden NOMOS-Uhren reguliert?
Die Triovis-Feinregulierung (etwas, das nur wenige Hersteller überhaupt anbieten) sorgt für höchste Ganggenauigkeit. Bevor sie NOMOS verlassen, werden alle Uhren gründlich auf den Kopf gestellt - und nicht nur das: In sechs unterschiedlichen Lagen testen die NOMOS-Regleure mehrere Tage lang, ob jede einzelne Uhr auch richtig tickt.
Was bedeutet „Langeleist-Perlage“?
Der Begriff leitet sich ab vom Namen unseres ehemaligen Mitarbeiters Rainer Langeleist. Ein Autor, der viel über Kunst, Design und Uhren schreibt, Hans Irrek, hat ihn geprägt: Sein Büchlein aus der Reihe Designklassiker, „Die Tangente von NOMOS Glashütte“ (erschienen im Form-Verlag), erwähnt die Langeleist-Perlage gleich mehrfach. Wir haben diesen Namen übernommen. Rainer Langeleist war derjenige, der diese Art der Perlage bei NOMOS eingeführt hat. Sie unterscheidet sich nicht stark von Perlagen anderer Firmen, doch jeder, der diese Verzierung anbringt, entwickelt seine eigene Handschrift, sodass unterschiedliche Bezeichnungen Usus sind.
Allergien: Welche Materialien verwendet NOMOS Glashütte, und ist der Edelstahl des Gehäuses nickelfrei?
Seit Juni 2000 ist die so genannte „Nickel-Verordnung“ in Kraft. Sie besagt, dass Gegenstände, die unmittelbar und länger mit der Haut in Berührung kommen, nur 0,5 µg Nickel pro cm² Haut/Woche abgeben dürfen. Es spielt im Prinzip keine Rolle, wie viel Prozent Nickel in einer Legierung vorhanden ist. Wichtig ist vielmehr, wie viel Nickel sie an die Haut abgibt.
NOMOS verwendet für alle Gehäuse und Schließen Edelstahl 316 L. Dieser Edelstahl ist nicht völlig nickelfrei, jedoch nickelabgabefrei: Die Beimengung von Nickel beträgt etwa zwölf Prozent. Damit liegt die Nickelabgabe mit weniger als 0,2 µg/cm² /Woche weit unter der von Medizinern geforderten Grenze. Andere Edelstahllegierungen haben zwar einen geringeren prozentualen Anteil, geben jedoch mehr Nickel an die Haut ab.
Es ist aber nun einmal so: Allergien scheren sich nicht um Verordnungen und Grenzwerte. Wir hören zwar nur in ganz, ganz seltenen Fällen, dass die von uns verwendeten Materialien nicht vertragen werden, dennoch sind allergische Reaktionen nie mit Sicherheit auszuschließen. Menschen, die extrem allergisch reagieren, raten wir, in Absprache mit einem Facharzt ein Material zu wählen, gegen welches aller Voraussicht nach bei ihnen keine Allergie besteht.
Unser Ziel ist es, die Materialien zu verwenden, die allgemein am besten vertragen werden. Dies betrifft nicht nur den Stahl. Auch die von uns verwendeten Bänder werden in einem aufwendigen mehrmonatigen Herstellungsprozess rein pflanzlich gegerbt.
Kann ich mit meiner Uhr schwimmen, duschen oder in die Sauna gehen?
Bis vor einigen Jahren trugen unsere Uhren die Beschriftung „wasserdicht bis 30 m“; die Sportmodelle „bis 100 m“. Diese Angaben sind DIN-Norm-Angaben, und leider führten sie immer wieder zu Verwirrung. Denn „30 m wasserdicht“ bedeutet leider nicht, dass Sie mit der Uhr 30 Meter tief tauchen können. Laut DIN-Norm dürfen Uhren als wasserdicht bezeichnet werden, wenn sie gegen Spritzwasser, Schweiß und Regen geschützt sind und 30 Minuten in einem Meter Wassertiefe überstehen. Schwimmen und vor allem Tauchen sind aufgrund der Armbewegungen und der sich dabei ändernden Druckverhältnisse nicht zu empfehlen. Heute sind die normalen NOMOS-Uhren daher mit der neuen und technisch sinnvolleren Wasserdichtigkeitsangabe „bis 3 atm“ versehen, die Sport- sowie die Club-Modelle tragen die Aufschrift „bis 10 atm“.
Die NOMOS-Uhren, die bis 10 atm wasserdicht sind, vertragen auch den Gang ins Schwimmbad, in die Sauna oder unter die Dusche. Jedoch haben Temperaturschwankungen, Chemikalien etc. immer einen ungünstigen Einfluss auf eine Uhr. Sie greifen das Dichtungsmaterial (Gummi) an, und das führt schließlich zu einer Abnahme bzw. einem Verlust der Wasserdichtheit.
Deshalb sollten Sie Ihre Uhr einmal pro Jahr daraufhin überprüfen lassen (das geht bei Ihrem Fachhändler auch ganz schnell). Und auch um Ihr Armband zu schonen, empfehlen wir Ihnen, die Uhr beim Saunagang oder im Schwimmbad abzulegen.
Wie, wie oft und wann sollte ich meine Uhr aufziehen?
Wenn Sie Träger einer NOMOS-Automatikuhr sind, müssen Sie nicht viel tun: Lag sie eine Weile auf dem Nachtschränkchen, drehen Sie nur ein paar Mal an der Krone. Legen Sie die Uhr dann an, zieht sie sich durch die Bewegungen des Armes selbst auf. Die Feder im Automatikwerk spannt sich, egal, wie Sie sich bewegen.
Den Besitzern von Handaufzugsuhren empfehlen wir, ihre Uhr regelmäßig – am besten morgens – aufzuziehen. Dann hat sie den ganzen Tag über genügend Kraft, um alle täglichen Belastungen zu meistern.
Sie ziehen die Uhr auf, indem Sie die Krone zwischen Daumen und Zeigefinger leicht vor- und zurückdrehen. Nach wenigen Umdrehungen wird sich die Unruh in Bewegung setzen. Drehen Sie weiter an der Krone, bis Sie einen deutlichen Widerstand verspüren. Ist Ihre Uhr voll aufgezogen, hat sie eine Gangdauer von etwa 43 Stunden. Ohne erneutes Aufziehen läuft sie also rund zwei Tage. Einzig bei den Uhren mit Datum ist es etwas weniger (etwa 42 Stunden), da das Schalten des Datums die Uhr Kraft kostet.
Schadet es meiner NOMOS-Automatikuhr eigentlich, wenn ich sie immer per Hand aufziehe?
Es gibt Uhrwerke, bei denen drehen sich alle Räder fast bis zum Rotor, wenn die Uhr per Hand aufgezogen wird. Das spürt man auch beim Aufziehen.
Die Konstrukteure der NOMOS-Automatikuhren aber haben ihre Werke mit einer Kupplung versehen. Beim Aufziehen von Hand stehen deshalb alle Teile des Automatikaufzugs still. Und so verursacht man auch keinen Verschleiß. Sie können Ihre NOMOS-Automatikuhr also ganz beruhigt jeden Tag erneut von Hand aufziehen – und sollten Sie es einmal vergessen, dann übernimmt der Automatikaufzug diese Arbeit still und leise für Sie.
Wie kann ich das Datum meiner NOMOS-Uhr einstellen?
Eine so genannte Schnellkorrektur gibt es bei unseren Uhren nicht. Aber Sie können das Datum trotzdem sehr einfach stellen: Sie ziehen die Krone heraus und drehen die Zeiger so lange vorwärts, bis der Schaltvorgang des Datums einmal vollzogen ist. Anschließend drehen Sie die Zeiger um gut drei bis vier Stunden zurück, bis Sie ein leises Knacken hören können. Durch abermaliges Vorwärtsdrehen um rund drei Stunden erfolgt die nächste Schaltung. Diesen Vorgang wiederholen Sie so lange, bis das richtige Datum erreicht ist. Wenn es nach zwölf Uhr mittags ist, müssen Sie einmal im Vorwärtsgang über die Zwölf hinausdrehen. Dann wird das Datum auch nicht erst nach zwölf Uhr mittags auf den folgenden Tag umspringen.
Was vielleicht etwas kompliziert klingt, ist in der Praxis ganz, ganz einfach. Probieren Sie es. In Ihrem kleinen Garantiebuch, das Sie zu Ihrer Uhr erhalten, ist auch noch einmal alles ganz genau beschrieben.
Das Werk meiner Uhr hat vergoldete Oberflächen. Handelt es sich um eine Fälschung?
Nein – bestimmt nicht. Früher waren die Oberflächen der Brücken mattiert und vergoldet, und die Werkbezeichnungen lauteten 1 TS, 1 TSDP bzw. 1 TSDPG. Zum April 2005 erfolgte die Umstellung auf die neuen NOMOS-Kaliber, die nach dem griechischen Alphabet (z. B. NOMOS-Werk Alpha) benannt sind.
Warum hat meine Uhr Federstege, obgleich sie nicht aus dem Lufthansa-Bordverkauf stammt?
Unsere Standardmodelle wurden bis zum Frühjahr 2005 mit Schraubstegen ausgerüstet. Auf vielfachen Wunsch unserer Kunden statten wir seit der Umstellung auf die neuen NOMOS-Kaliber alle Uhren mit Federstegen aus, um weltweit einen problemlosen Bandwechsel garantieren zu können.
Ist meine Tangente mit Straußenlederarmband, die in einer kleinen blauen Pappschachtel angeboten wurde, eine Fälschung?
Sie können ganz beruhigt sein: nein. Auf Langstreckenflügen der Lufthansa wird die Tangente auch im Bordverkauf angeboten. Allerdings mussten wir für den Verkauf in der Luft manches nach den Maßgaben der Lufthansa umstellen: Die Uhr gab es bis 2006 statt in unserem schönen Holzetui in einer kleinen blauen Pappschachtel, weil unsere Holzverpackung für Luftfrachtzwecke ungeeignet war. Seit 2007 wird die Tangente bei Lufthansa in einer extraflachen Holzschachtel mit transparentem Schiebedeckel angeboten. Das Band aus Shell Cordovan wurde für die Luft gegen ein Straußenband ausgetauscht, da das Fett des Pferdeleders bei großen Temperaturschwankungen – wie sie im Frachtraum des Flugzeuges auftreten – austritt und weiße Ränder bildet. Diese können zwar mit einem weichen Tuch weggerieben werden, doch die Kunden der Lufthansa wollen natürlich sofort ein völlig fleckenfreies Band. Wie unsere aktuelle Kollektion hat auch die Lufthansa-Tangente Feder- statt Schraubstege, um den Kunden weltweit einen problemlosen Bandwechsel zu ermöglichen. Denn die Werkzeuge, die man für die früher von uns verwendeten Schraubstege benötigt, haben oft nur Fachhändler und Uhrmacher in Deutschland.
Kann meine Uhr auch mit einem Glasboden ausgerüstet werden?
Grundsätzlich kann – abgesehen von der kleinen Tetra – jede unserer Uhren mit einem Glasboden nachgerüstet werden. Auf Anfrage lassen wir Ihnen gern ein Angebot zukommen.
Ich habe einen Uhrenbeweger. Wie stelle ich diesen am besten für meine NOMOS ein?
Am besten auf 650, mit wechselnder Richtung der Drehbewegung.
Weltzeitfragen
Was ist an den NOMOS-Uhren mit zweiter Zeitzone anders als an anderen Uhren mit dieser Funktion?
Im Unterschied zu den meisten anderen Uhren, die zwei Zeiten gleichzeitig anzeigen können, braucht es bei den NOMOS-Uhren keine weitere Tag-/ Nachtanzeige, denn an der 24-Stunden-Scheibe kann man bereits ablesen, ob zuhause gerade Tag oder Nacht ist. Überhaupt sind diese Uhren einfacher und klarer ablesbar als die meisten anderen Uhren mit dieser Funktion. Denn bei den Weltzeituhren von NOMOS Glashütte ist jeweils die Zeit, die die normalen, großen Zeiger anzeigen, die Lokalzeit – ganz, wie wir dies gewohnt sind. Die Referenzzeit zuhause steht im kleinen Zusatzfeld neben dem Wort „Heimat“.
Wozu brauche ich so eine Weltzeituhr überhaupt?
Wenn Sie auf Dienstfahrt sind, um das Finanzamt daheim anzurufen oder pünktlich den Chef, um die Liebste am anderen Ende der Welt zu wecken, die Kinder fernmündlich ins Bett zu bringen, um Sehnsucht zu zelebrieren, Freunden nah zu sein; also immer eigentlich und für fast alles, lebt man nicht fern der Welt zeitlos und mit nichts als nur der eigenen Scholle verbunden.
Wie unterscheiden sich Tangomat GMT und Zürich Weltzeit?
Vor allem im Design! Doch auch technisch gibt es Unterschiede: Das Zifferblatt von Zürich zeigt alle Zeitzonen auf einmal an. Die Zeitzonen werden
über bekannte Städte innerhalb dieser Zeitzonen unterschieden. Man kann also, ohne etwas zu verstellen, sehen, wie spät es bei der Schwester in Mexiko
oder dem alten Brieffreund in Moskau ist. Die Uhr zeigt stets an, wie groß die Abweichung zu den anderen Zeitzonen ist. Die entsprechende Stundenzahl zur Heimatzeit addieren oder abziehen, fertig. Oder, einfacher: den kleinen Knopf oberhalb der Aufzugskrone so oft drücken, bis genau die Zeitzone respektive Stadt bei zwölf Uhr steht, für welche man gern wüsste: wie spät? Tangomat GMT zeigt nicht alle Städte auf einmal. Dafür jedoch ist das Zifferblatt dieser Uhr besonders aufgeräumt und übersichtlich. Wie spät es gerade an einem anderen Ort der Welt ist, lässt sich ablesen, wenn die zur Zeitzone zählende Stadt ausgewählt ist. Dafür einfach den Drücker so lange drücken, bis die richtige Stadt im Anzeigenfenster steht.
Wieso heißt das neue NOMOS-Kaliber, das in GMT- und Weltzeituhren arbeitet, eigentlich Xi?
Das Weltzeitwerk basiert auf dem Automatikwerk von NOMOS. Dieses ist aber so stark erweitert und modifiziert, das es eine eigene Werksbezeichnung hat: Xi (ausgesprochen „ksi“), wie der 14. Buchstabe des griechischen Alphabets. NOMOS Glashütte benennt alle Manufakturkaliber nach Buchstaben des griechischen Alphabets.
Und was passiert mit meiner Weltzeituhr, wenn ich einfach zu Hause auf dem Sofa sitzen bleibe?
Dann läuft sie ganz normal weiter. Und wird vielleicht zur Fernwehuhr. Wer einen tollen Job zu Hause hat und dennoch etwas oder jemanden in der Ferne vermisst, kann sich mittels zweiter Zeitanzeige dorthin träumen. Und dann bei jedem Blick auf die Uhr Tage und Stunden zählen, bis er dort ist. Oder die Ortszeit ist einfach doppelt: Dann weiß man, egal wohin man auf der Uhr blickt, wie spät es ganz genau auf dem Sofa ist. Bei zugezogenen Vorhängen weiß man dank der 24-Stundenanzeige stets auch ohne Sonnenlicht, ob’s zehn Uhr morgens oder abends ist.
Service
Kann ich als Endkunde auch spezielle Wünsche äußern?
Da wir unsere Kollektion möglichst übersichtlich halten wollen, können wir leider nur begrenzt auf individuelle Wünsche eingehen. Aber manches geht. So ist es etwa möglich, auf dem Boden der Uhr eine Lasergravur anzubringen. Auf Anfrage lassen wir Ihnen gern unser Angebot zukommen. Zifferblatt-Veränderungen und Ähnliches nehmen wir jedoch nicht vor.
Erhalte ich eine Bestätigung, wenn ich mich registrieren lasse?
Auf dem Postweg gehen nur selten Registrierkärtchen verloren. Deshalb können Sie davon ausgehen, dass uns Ihre Karte erreicht hat. Den Eingang bestätigen wir bislang noch nicht extra, denn wir erhalten täglich einfach sehr, sehr viel Post von unseren Kunden und Fachhändlern. Und wir vermuten, dass auch unsere Kunden froh sind, wenn sich Post von Firmen in Grenzen hält.
Was nützt mir die Registrierung?
Dass Ihre Uhr samt Nummer bei uns verzeichnet wird, kann helfen, wenn Sie sie verlieren: Schon häufiger hat sich ein ehrlicher Finder oder auch die Polizei bei NOMOS Glashütte gemeldet – Ihre Uhr kommt dann zurück zu Ihnen.
Wie oft sollte meine Uhr einen Service erhalten?
Wie Sie selbst ab und an zum Arzt gehen oder Ihr Auto zur Inspektion bringen, benötigt auch jede mechanische Uhr eine regelmäßige Wartung. Nach spätestens drei bis fünf Jahren sollte eine Komplettrevision durch einen autorisierten NOMOS-Fachhändler vorgenommen werden. Denn nach dieser Zeit kann sich das Öl verflüchtigt haben. Wo Metall auf Metall reibt, kann es zu Abrieb kommen. Wir empfehlen auch, einmal jährlich die Wasserdichtigkeit der Uhr prüfen und gegebenenfalls wiederherstellen zu lassen.
Sollte meine Uhr einmal kaputt gehen, kann ich sie dann auch direkt nach Glashütte zur Reparatur schicken?
Selbstverständlich. Am besten in der NOMOS-Verpackung und mit Garantiebuch. Und wenn Sie uns ein paar Zeilen dazu schreiben, was Ihnen an Ihrer Uhr aufgefallen oder was passiert ist, hilft uns dies sehr. Dann kümmert sich unsere Service-Abteilung gleich darum, und Sie erhalten Ihre NOMOS schnellstmöglich und heil zurück.
Und wenn doch mal etwas nicht klappt, wie es klappen sollte?
Alle NOMOS-Uhren werden seit der Nummer Eins fortlaufend nummeriert und auf Wunsch mit dem Namen des Käufers registriert. Falls eine Uhr verloren geht und sie danach bei NOMOS abgeliefert wird, bekommt der Eigentümer sie wieder. Nach Ablauf der Garantiezeit versucht NOMOS, so schnell, kulant respektive so preiswert wie möglich und immer mit Rat und Tat zu helfen.
Bänder
Wie lange hält mein Shell Cordovan-Band?
Shell Cordovan stammt von einer bestimmten Stelle am Pferdepopo, wo die Haut sehr dicht und dick ist. Dieses Leder ist extrem strapazierfähig, Wasser abweisend und atmungsaktiv. Schon nach kurzem Tragen wird das Band angenehm weich. Normale Lederarmbänder halten in der Regel ein halbes bis ein dreiviertel Jahr. NOMOS-Bänder müssen meist erst nach viel längerer Zeit ausgetauscht werden.
Wie pflege ich mein Armband aus Shell Cordovan?
Das Leder Ihres Armbandes ist so reich, dass man es nie fetten muss. Sollte es nach Temperaturschwankungen einmal aussehen wie gepudert, so ist das nur Fett, das sich leicht mit einem weichen Tuch wegpolieren lässt. Im Übrigen benötigt das Band keine spezielle Pflege. Wenn Sie möchten, können Sie es mit einem milden Waschmittel reinigen und an der Luft trocknen. Danach das Leder mit einem Tuch kurz abreiben, bis es wieder glänzt.
Mein Shell Cordovan-Band hat unschöne weiße Flecken bekommen. Was bedeutet das?
War Ihr Band größeren Temperaturschwankungen ausgesetzt, kann es manchmal aussehen wie gepudert. Doch das ist nur Fett, welches ausgetreten ist und sich leicht mit einem weichen Tuch wegpolieren lässt.
Warum ist das Shell Cordovan meines Armbandes braunstichig?
Das Shell Cordovan – ein besonderes Pferdeleder – stammt ausschließlich von einer bestimmten Stelle am Pferdehinterteil. Die Pferde werden nicht extra für die Ledergewinnung gezüchtet. In einem aufwendigen mehrmonatigen Herstellungsprozess wird dieses Leder rein pflanzlich gegerbt. Die Färbung jedoch geschieht nur an der Oberfläche. Zusätzlich wird das Band an den Kanten beschnitten. Das heißt, an den Anstößen und auf der Unterseite bleibt die natürliche Färbung des Bandes nach dem Gerben erhalten. Und da das Grundmaterial fast immer bräunlich ist, haben viele auch der an sich schwarzen NOMOS-Bänder einen leichten Braunstich: Dies ist kein Mangel an Qualität, sondern beweist, dass es sich hierbei um ein Naturprodukt handelt. Einige NOMOS-Uhren haben jedoch auch ein Band, das nicht schwarz, sondern braun gegerbt wurde: Zu manchen Modellen ist Braun einfach hübscher.
Kann ich auch ein Metallband oder eine Faltschließe für meine Uhr bekommen?
Leider nein, nicht von uns. Wir liefern unsere Uhren nur mit Lederbändern und Dornschließen, weil wir finden, diese sehen einfach am besten aus.
Gibt es nur Shell Cordovan-Bänder?
Nein. Vom Band aus Straußenleder haben wir bereits oben gesprochen. Dieses haben wir früher gern benutzt (und an ihnen hängen noch immer etwa Uhren, die auf internationalen Flügen verkauft werden). Seit 2010 gibt es auch Bänder aus hellem Wild-, also Veloursleder. Diese montiert NOMOS Glashütte an die kleineren Uhren der Kollektion. Denn zartere Uhren sehen mit diesen Bändern schöner aus. Und zarte Handgelenke auch. Diese Bänder sind nicht ganz so strapazierfähig wie jene aus Pferdeleder, aber schon auch.

