Zweimal alle Zeit der Welt: Tangomat und Zürich von NOMOS Glashütte gibt es nun mit zweiter Zeitzone. Sowohl die neue GMT-Version als auch die Weltzeituhr (oben im Bild) sind typisch NOMOS: Der Konstrukteur – in diesem Falle Mirko Heyne, 34, der auch schon das NOMOS-Automatikkaliber entwarf – hatte es mit seiner Arbeit am neuen Werk Xi etwas komplizierter, damit es am Ende hübsch einfach ist.
Die Träger? Menschen, die oft unterwegs sind und ihre Uhr immer wieder auf eine neue Zeitzone einstellen müssen, aber keine Lust haben, ständig zehn Finger zu brauchen, um zu erfahren, wie spät es ist, und die auch nicht immerzu an ihrer Uhr drehen wollen. Tangomat GMT und Zürich Weltzeit sind richtig praktische Uhren. Und schön obendrein.
Die bereits bekannten Gehäuse, einst gestaltet von einem Designteam um Susanne Günther respektive Hannes Wettstein, wurden mit neuen Zifferblättern versehen: Produktgestalterin Karin Sieber, seit drei Jahren an Bord von NOMOS Glashütte, hat diesen Uhren Zifferblätter verpasst, die zwar eine Hommage an die Entwürfe ihrer Kollegen sind – aber eben dennoch auch neu. Gleich sechs verschiedene Versionen dieser Zifferblätter gibt es nun; im groß angelegten Test sollen Fachhändler, Endkunden und Fachjournalisten ihre beiden Favoriten wählen.
Zig Stunden Gestaltungsarbeit, ein Jahr Entwicklungszeit, 23 komplett neu konstruierte Teile für das NOMOS-Automatikwerk, 23 weitere, aus anderen NOMOS-Kalibern übernommene Extra-Teile und Änderungen an weiteren acht Bauteilen von Kaliber Epsilon brauchte es, bis endlich klar war: Ja, es funktioniert, es ist schön, es ist sehr NOMOS. Ein einfacher Drücker am Gehäuse und eine Ortsangabe auf dem Zifferblatt sind alles, was der Nutzer braucht, um zu erfahren, was anderswo die Stunde geschlagen hat.
Die meisten Weltenbummler, Dienstreisenden und Heimatvertriebenen jedoch wollen nicht nur die jeweilige Ortszeit ruck, zuck ermittelt wissen. Sie wollen auch nicht aus den Augen verlieren, wie spät es zu Hause ist. Denn die Zeit eines anderen Ortes zu wissen, bedeutet auch eine gedankliche Verbindung, kann eine Nabelschnur sein zu Menschen, die wichtig sind. Diesen Wunsch erfüllt die neue Weltzeituhr mit einer Anzeige, die unbeirrt weiter die Uhrzeit in Castrop-Rauxel oder Lübeck, in Radolfzell und Zürich zählt; eine kleine extra Zeitscheibe, eingeteilt in 24 Stunden, kreist auf der Drei.
Der NOMOS-Weltzeittest




