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Die Reifeprüfung


Jeder kann mitmachen: NOMOS Glashütte lässt 300 neue Uhren testen – die Modelle: Zürich Weltzeit und Tangomat GMT

Glashütte, im Juni 2010. Unbeschwert faul sein und doch weltweit immer auf der Höhe der Zeit: Dafür sorgen zwei neue Uhren, mit denen NOMOS Glashütte global wird, Tangomat GMT und Zürich Weltzeit. Bevor die Modelle in Serie gehen, startet NOMOS einen groß angelegten Test. Das Ziel: herauszufinden, ob sich an diesen Uhren wirklich nichts mehr verbessern lässt. Zwei verschiedene Versionen von Zürich Weltzeit und vier von Tangomat GMT gibt es, 300 Uhren insgesamt. In allen tickt das neue NOMOS-Kaliber Xi.

Tester werden können alle Uhrenbegeisterten, allein die Stückzahl der Vorserie limitiert die Zahl der Teilnehmer. Die Manufaktur möchte wissen: Halten die Uhren etwas aus? Sind sie komfortabel zu bedienen? Gut lesbar und klar? Bricht man sich die Fingernägel beim Verstellen, oder macht es Spaß, den Drücker zu drücken? Und kann der Träger auf einen Blick erkennen, wo er ist – selbst nach einer etwas kurzen Nacht? Die Erkenntnisse fließen ein in den Bau der Serie, die noch in diesem Jahr auf den Markt kommt. Und in die Überarbeitung der Testuhren: Wohl nur selten werden Uhren so auf Herz und Nieren geprüft wie diese Testuhren, die Uhrmacher nach den ersten drei Monaten am Arm komplett auf den Kopf stellen und unter die Lupe nehmen.

Nach beendetem Test lädt NOMOS die Teilnehmer nach Glashütte ein und gewährt ihnen eine stark ausgedehnte Garantie auf die Uhr – es sei denn, sie möchten sie gegen den Kaufpreis zurückgeben. Die auf 300 Stück limitierten Testuhren (150 mal Tangomat GMT, 150 mal Zürich Weltzeit) gibt es ab Ende Juni im besten NOMOS-Fachhandel. Die Serie dann gegen Jahresende.


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Stand Juni 2010, Änderungen vorbehalten

Informationen und Bildmaterial:

Ute Fischer-Graf
NOMOS Glashütte/SA
Roland Schwertner KG
Ferdinand-Adolph-Lange-Platz 2
D-01768 Glashütte/SA

Tel. +49 (0)35053 4040
Fax +49 (0)35053 40480

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NOMOS polyglott


Für Menschen, die über den Tellerrand gucken – und die komplizierte Uhren mögen, wenn diese hübsch einfach sind: Tangomat GMT und Zürich Weltzeit sind da

Glashütte, im Juni 2010. NOMOS Glashütte hat für den Test des neuen Kalibers Zweimal alle Zeit der Welt: Tangomat und Zürich von NOMOS Glashütte gibt es nun mit zweiter Zeitzone. Beide sind typisch NOMOS: Konstrukteur Mirko Heyne, 34, der auch schon das NOMOS-Automatikkaliber entworfen hatte, hat es sich mit Werk Xi etwas komplizierter gemacht, damit es am Ende für den Träger hübsch einfach ist. Wer diese Träger sind? Menschen, die über den Tellerrand gucken, die reisen, das Internet nutzen, die dienstlich und privat unterwegs sind, Kontakte pflegen rundherum – eben polyglotte Menschen von heute.

Tangomat GMT und Zürich Weltzeit sind richtig praktische Uhren. In beiden tickt Kaliber Xi. Rechnen, Zahlen, Differenzen anzeigen: kein Problem. Xi merkt sich, wo man wohnt und wie groß der Zeitabstand nach New York, Taipeh oder Honolulu ist. Die Uhren machen es erkennbar auf einen Blick. Der Unterschied? Während Zürich Weltzeit stets die ganze Welt auf einmal zeigt, rückt Tangomat GMT nur einen zweiten Ort in den Fokus. Den, an dem die Liebste wartet und die Kollegen der Zweigniederlassung arbeiten, wo die Kinder studieren, das Chalet steht. Die bereits bekannten Gehäuse, gestaltet von Designteams um Susanne Günther und Hannes Wettstein, wurden dafür mit neuen Zifferblättern versehen.

Rätseln angesichts komplizierter Anzeigen, stundenlanges Studieren der Bedienungsanleitung, Verzweiflung beim x-ten fehlgeschlagenen Einstellversuch bleiben den Trägern dieser Uhren erspart. Ein schlichter Drücker am Gehäuse und eine Ortsangabe auf dem Zifferblatt sind alles, was man braucht, um zu erfahren, was wo die Stunde geschlagen hat. Die meisten Weltenbummler, Dienstreisenden, Fernweh- und Sehnsuchtskranken jedoch wollen nicht nur die jeweilige Ortszeit ruck, zuck ermittelt wissen. Sie wollen auch nicht aus den Augen verlieren, wie spät es zu Hause ist. Diesen Wunsch erfüllen die neuen Uhren mit einer Anzeige, die unbeirrt weiter die Zeit in Castrop-Rauxel, Konstanz oder Lübeck anzeigt. Mit einer kleinen Extrascheibe auf der Drei.

Ein Jahr Entwicklungszeit, 23 komplett neue Teile für das NOMOS-Automatikwerk und zig Designstudien brauchte es, bis klar war: Es funktioniert, es ist schön.
Nun möchte NOMOS Glashütte wissen, ob alles wirklich rundherum perfekt ist – oder ob Endkunden, Fachhändler und Journalisten doch noch ein Haar in der Suppe finden. Zweimal 150 Uhren stehen zum Test bereit. Drei Monate lang intensives Tragen wünscht sich die Manufaktur von den Testern. Auch das Design lässt noch Details offen: Zwei Zifferblattversionen gibt es für Zürich Weltzeit, vier für Tangomat GMT. Die Tester entscheiden, welche Versionen letztlich im Herbst in Serie gehen. Mitmachen bei diesem Test kann jeder Uhrenbegeisterte; allein die Anzahl der Uhren dieser Vorserie limitiert die Verteilung. Erhältlich sind sie zum Preis von 2.690 Euro (Tangomat GMT) und 3.400 Euro (Zürich Weltzeit) in den besten NOMOS-Fachgeschäften. Mehr zu NOMOS und dem Test: www.nomos-glashuette.com.


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Getestet, aber richtig


Alles ganz einfach: Wie man Tangomat GMT und Zürich Weltzeit stellt

Glashütte, im Juni 2010. NOMOS Glashütte hat für den Test des neuen Kalibers Xi verschiedene Uhrenvarianten gebaut, die gegeneinander antreten. Der Käufer besitzt also eine Uhr, die es so – vielleicht – nie wieder geben wird.

Kaliber Xi (von Xi, dem 14. Buchstaben des griechischen Alphabets) ist ein Automatikwerk. Aufziehen also nicht nötig. Der Uhr genügt es, wenn Sie mal ordentlich die Suppe umrühren oder beim Gehen ein wenig mit den Armen schlenkern. Nur wenn Sie die Uhr für längere Zeit abgelegt haben, müssen Sie sie mit einigen wenigen Umdrehungen der Krone in Gang setzen. Läuft sie, genügt die normale Bewegung des Armes, um sie vollständig aufzuziehen.

Damit die Weltzeituhr richtig funktionieren kann, muss sie zunächst von Ihnen eingestellt, das heißt: auf Ihre Heimat synchronisiert werden.

Nehmen Sie dazu die Uhr in die linke Hand – und zwar so, dass das Zifferblatt Sie ansieht, die Krone nach rechts weist. Mit der rechten Hand berühren Sie den Drücker auf zwei Uhr, geben ein wenig Kraft. Dann bewegt sich der Städtering auf dem Zifferblatt gegen den Uhrzeigersinn. Mit jedem Drücken rutscht der Städtering um eine Position weiter. Der Stundenzeiger wandert gleichzeitig um eine Stunde vor. Falls Sie in Deutschland zu Hause sind – ob in München, Köln oder Wuppertal, ist einerlei – drücken Sie so oft, bis bei Zürich Weltzeit „Berlin“, beim Modell Tangomat „BER“ respektive „+1“ angezeigt wird. Das ist ein wenig unterschiedlich, je nachdem, welche Variante der Testuhren Sie haben.

Mit dem Stellstift anbei drücken Sie nun auf den kleinen, tiefer gelegten Knopf bei acht Uhr. Jetzt bewegt sich allein der Stundenzeiger – ihn stellen Sie auf die Stunde ein, die auf der kleinen Zeitscheibe (Heimatzeit) angezeigt wird. Erst jetzt ziehen Sie die Krone und stellen die genaue Uhrzeit (also mit Stunden, Minuten und Sekunden) ein. Dabei bewegen sich sowohl die Zeiger als auch die Heimatzeitscheibe. Die Weltzeituhr synchronisiert! Die Uhr weiß nun, wo Sie zuhause sind.

Von nun an können Sie mit Hilfe des Drückers oberhalb der Krone jede Zeit der Welt abfragen – die Uhr verrät, wo es wie spät ist. Die Zeit des Ortes, an dem Sie sich gerade befinden, wird auf dem Hauptzifferblatt der Uhr angezeigt. Die Heimatzeit auf der kleineren Anzeige auf drei Uhr. Das An-den-Fingern-Abzählen der Zeitverschiebung hat sich, wenn Sie alles richtig gemacht haben (und das haben Sie bestimmt), also ein für allemal erledigt.


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Leicht eingegangen

Größer, breiter, dicker: der Uhren-Trend seit Jahren. Auch NOMOS Glashütte baut große Uhren – aber eben nicht nur. Nun gibt es neue Uhren für kleinere Menschen, zartere Handgelenke

Glashütte, im März 2010. "Frauen sollen Erwachsenenuhren tragen", lautete lange Jahre über das Credo der Marke. Eine Größe sollte genügen. Proteste verhallten – bis einer hinging, nachmaß und merkte: Die Menschen sind unterschiedlich. Bei manchen sehen NOMOS-Uhren winzig aus, bei anderen riesengroß – je nachdem. Da es tatsächlich Frauen gibt, die Size Zero tragen oder als Chinesin wenig Chancen haben, über die 1,50 Meter hinauszukommen, da zarte junge und auch nicht mehr ganz so junge Damen Uhren tragen, da einfach manche lang und andere kurz, manche dicker, andere dünner sind, darf es auch an den Handgelenken etwas differenzierter zugehen.

Es ist eine Lücke im Markt, ganz offensichtlich: gute Damenarmbanduhren, die es schaffen, auch ohne Brillanten und rosa Perlmutt weiblich zu sein. Viele Frauen mögen es klarer. Nicht nur mehr und mehr weibliche Kunden, auch Uhrenwettbewerbe zeigen es deutlich: Immer wieder gewinnen die schlichten Modelle von NOMOS Glashütte gerade die Damenuhrenwahlen, obgleich in Einheitsgröße für Männer wie Frauen gemacht.

Nun also gibt es sie auch etwas kleiner: Tangente, Orion, Ludwig 33. Modell Ludwig 33 kommt nicht allein mit weiß versilbertem Blatt (wie die große Schwester), sondern auch in elegantem Anthrazit, Tangente 33 zeigt sich weiß, aber auch in neuem Grau. Orion 33 gibt es ebenfalls in zwei Varianten: mit hell rhodinierten und mit temperaturgebläuten Zeigern. Damit es auch optisch etwas zarter ist, hängen sie an einem Band aus Veloursleder.

Und warum 33? Nicht das Alter der Trägerinnen, sondern der Durchmesser in Millimetern. NOMOS-Handaufzugskaliber Alpha passt mit seinen 10,5 Linien perfekt
hinein und macht auch die 33er zu sehr erwachsenen Uhren. Dass sie dennoch günstiger zu haben sind als die großen NOMOS-Uhren: umso schöner!


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Uhren aus dem Keller

Instrumente im besten Sinne: neue Modelle von NOMOS Glashütte. Die Serie Norma ist schwarz, matt – und viel zu schön, das Licht zu scheuen

Glashütte, im März 2010. Tangente, Tetra, Tangomat: Was könnte konsequenter sein als diese Uhren? Was schlicht schöner sein? Bislang gab es da nichts, sieht man ab von einem nackten Handgelenk. Jetzt jedoch gibt es neu die genannten NOMOS-Uhren in Schwarz; eine kleine Serie mit matten, tiefschwarzen Gehäusen, Uhren mit einer "Tendenz zum Nichts" (Jean-Paul Sartre). Es sind Uhren, die genauso perfekt ihre Arbeit tun wie die anderen Modelle von NOMOS Glashütte. Aber sie tun dies eben schwarz auf weiß in schwarzem Kleid. Und genau dieses tiefschwarze Gehäuse ist es, das den Charakter dieser Uhr noch unterstreicht: die Uhr, ein Instrument. Ein Instrument fürs Leben.

Das matte Schwarz, mit dem das gehärtete Gehäuse aus Chirurgenstahl überzogen und dadurch nochmals härter wurde, heißt Titanaluminiumcarbonitrid (TiAICN). Es ist mehr als nur schön: Mit einer solchen Schicht, per PVD-Verfahren aufgebracht und kaum dicker als ein tausendstel Millimeter, werden auch Werkzeuge wie Fräser und Bohrer versehen, um sie vor Verschleiß zu schützen.

Vorbild dieser Uhren sind jene Geräte, die im Keller oder in der Nische im Abstellraum hängen, die Wasser, Strom und Gas zählen. Uhren, die, bei Tage besehen, viel zu schön sind, um versteckt zu werden. Sie sind unbestechlich, verkörpern die Gesetze des Messens und Zählens. Norma heißen deshalb nun auch die schwarzen Versionen von Tangente, Tetra und Tangomat, denn "norma" heißt – wie schon NOMOS – Gesetz und Ordnung.

Der Preis für die mattschwarzen Modelle liegt 160 Euro höher als der für die Urversionen mit poliertem Gehäuse. Angetrieben werden die beiden Handaufzugsuhren Tangente Norma und Tetra Norma von Manufakturkaliber Alpha, in Tangomat Norma arbeitet das automatische Manufakturkaliber Epsilon. Alle drei Uhren haben einen Boden aus Saphirglas.


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Fernsehen ohne fernzusehen

NOMOS Glashütte hat nun eine Datumsanzeige, die auch mit Abstand funktioniert: Der patentierte NOMOS-Mechanismus, von jeher nicht eben klein, ist nun ein Riese

Glashütte, im März 2010. Eine solche Uhr gehört einem niemals ganz allein: Man erfreut sich an ihr – doch der Mitpassagier, der in der Bahn drei Reihen hinter einem sitzt, freut sich mit. Auch er kann noch lesen, den Wievielten wir haben. Tangente, Orion und Ludwig haben nun ein Fernseh-Datum.

Die Tangente gab es schon mit einem kleineren, Orion und Ludwig aber sind als Datumsuhren neu. Und beeindrucken nun – eine mehr als die andere! – mit riesigen Fenstern auf der Sechs. Nun sieht der Träger bei allen drei Modellen, ob der 1., der 15., der 31. ist, ob die Tantiemen überwiesen werden oder die Ferien beginnen. Besonders auch: Die Typo der Datumsringe wurde für jedes Modell einzeln gezeichnet – ein Aufwand, den sonst kaum ein Hersteller betreibt.

Damit die Extrateile für die Mechanik des neuen Riesendatums auch in die Uhren passen, mussten diese wachsen: Die Gehäuse von Tangente, Ludwig und Orion Datum sind zweieinhalb bzw. drei Millimeter größer als die der Standardversionen.

Auch die Uhrmacher freuen sich an den neuen Versionen. Konstrukteur Mirko Heyne, 34: „Wir lieben einfache, elegante Lösungen. Schön, dass der patentierte NOMOS-Datumsmechanismus in fast allen unseren Modellen und eben auch größer funktioniert.“

Modell Orion gibt es sogar gleich zweimal mit Datum – sowohl in der Variante mit vergoldeten Indexen und temperaturgebläuten Zeigern als auch in jener mit silbernen Indexen und rhodinierten Zeigern. Mehr und größer also und drum, klar, auch etwas teurer: 380 Euro mehr als ohne Datum kosten die neuen Handaufzugsmodelle mit Saphirglasboden.


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No Sports!

Lässiger Klassiker: NOMOS Glashütte komplettiert mit einer eleganten, flachen Automatik-Ausgabe von Ludwig die Kollektion

Glashütte, im März 2010. Das Allermeiste brauchen wir nicht: Wir brauchen keine Multifunktionsküchenmaschine, wir brauchen keine Aktentasche aus Haifischleder, wir brauchen keine 28 Chronographen. Nicht wirklich zumindest. Aber einen guten Anzug, eine Jeans, die sitzt, gute Schuhe, eine klassische Uhr: Es ist nicht übertrieben, solche Dinge zu besitzen. Derlei hilft uns zu sein, wer wir sind.

Die neue Ludwig Automatik ist so ein Ding, für sehr viele Menschen passt diese Uhr schlicht perfekt: Endlich mal nicht sportlich, wie die meisten Uhren mit Selbstaufzug (wer ist schon wirklich sportlich?), sondern einfach elegant. Zeitlos, genau richtig zum Anzug – und doch eben nicht gold wie die meisten Uhren mit römischen Ziffern, sondern in einem Gehäuse aus Stahl. Und dadurch auch ein bisschen cool. "Genau die richtige Prise Lässigkeit", hieß es in der NOMOS-Design-Abteilung, als die ersten Muster dieser Uhr kamen.

Die neue Größe tut Ludwig gut: Durch das automatische Kaliber ist der Durchmesser der altbekannten NOMOS-Uhr gewachsen, was sie nun flacher wirken lässt – die Proportionen haben sich optimiert. Ludwig Automatik ist eine logische Erweiterung der Kollektion; ist die klassische, flache Automatikuhr. Schön für alle, die klug und seriös wirken wollen oder müssen. Und in Schwarz und Weiß.

In Ludwig Automatik arbeitet – wie in Zürich, wie im Tangomaten – NOMOS-KaliberEpsilon (oder, mit Datum, Zeta). Die Uhr gibt es ab Herbst mit Boden aus Saphirglas zu 1.680 respektive 2.040 Euro.


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Bergdorf für Boulevards

Überall auf der Welt wollen Menschen Uhren aus Glashütte.  In Asien hält so mancher diesen Ort sogar für eine Megacity – doch: Pustekuchen. Es ist ein Nest

Glashütte, im März 2010. In Saudi-Arabien sind Uhren aus dem Mekka der Feinuhrmacherei hoch begehrt, man bekommt sie in London, Tokio, auf Manhattan: Rund um den Globus träumen die Menschen von Glashütter Uhren, der Ort ist berühmt. Und draußen in der Welt fast bekannter als hierzulande, in Deutschland. Dabei ist Glashütte klein: Zweieinhalbtausend Einwohner leben zwischen den Hügeln des Osterzgebirges, es gibt ein Hotel, zwei Banken, fünf Vereine, sechs Friseure. Und "die Uhr", wie man hier die Uhrenindustrie zusammenfasst: zehn Hersteller, von denen sich drei "Manufakturen" nennen dürfen. Dazu ein bisschen Drumherum: Zulieferindustrie. Das war's.

NOMOS Glashütte ist eine der drei Manufakturen und jene Marke, die die schönen unter den hochfeinen Uhren baut. Uhren, wie sie so nur hier, an diesem Ort im Osterzgebirge gefertigt werden können. Denn Glashütte hat Geschichte. Und eine lange Tradition, in der viele Spezialitäten entstanden, von denen man anderswo nichts oder nicht so viel versteht.

Und NOMOS baut: 2005 kam die erste Automatik-Uhr, Tangomat, auf den Markt, 2007 und 2008 folgten unter anderem die Club-Modelle mit Handaufzug wie Automatik, 2009 dann die Uhr Zürich, 2010 gleich eine ganze Palette neuer feiner Varianten. Alle Uhrwerke werden komplett in Glashütte gefertigt: die Kaliber konstruiert, entwickelt, gebaut, gar Chronometer und Tourbillons hergestellt. Der Zukauf von Werkteilen ist – bis auf ganz wenige Ausnahmen – heute überflüssig. Je nach Kaliber werden bei NOMOS Glashütte zwischen 75 und 95 Prozent des Wertes vor Ort geschaffen. Das bedeutet: Arbeitsplätze für Uhrmacher, Ingenieure, Werkzeugmacher. Beste Uhren für die, die sie tragen. Und dass der Name dieses Bergdorfs draußen in der Welt dauerhaft Synonym für Handwerk erster Güte bleibt.

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Dicke Fische im Tal der Uhren

Wieso Deutschland die Schweiz küsst – und was Glashütter Industrie, Uhrmacher und andere Künstler verbindet

Glashütte, im Herbst 2009. Im Konferenzraum Fisches Nachtgesang. Über der Tür zum Büro des Chefs ein Nutellaglas mit komplett kalorienfreiem Inhalt: Öl auf Leinwand. Im Foyer Häuser des berühmten Malers Dirk Skreber, ein Schaumkopf des Konzeptkünstlers Tilman Wendland, eine fotorealistische und drum wenig heizende Heizung von Adrian Sauer. Aber auch Dinge wie Rotkäppchenstilleben, Spargelspitzen, Kernbohrungen, Konservengläser oder ein "Clockwork Lemon" hängen da. Und der Künstler Stefan Höller plant für NOMOS gerade eine Art Sixtinische Kapelle für Glashütte – ein Deckengemälde über Uhrmachern.

Seitdem das Unternehmen den alten Bahnhof zur Firmenzentrale umgebaut hat – wobei der Künstler Klaus Schmitt Regie geführt hat – gehört Kunst zum Arbeitsalltag. Auch an den Arbeitsplätzen der Uhrmacher. Damit sich Gedanken weiten und Augen erholen, können sie aus dem Fenster auf die grünen Hügel gegenüber schauen. Aber auch auf die Wand überm Arbeitstisch.

Derzeit jedoch bestimmen Fische den ersten Eindruck, wenn man zu NOMOS kommt: Dick und breitformatig schwimmen sie durch den Glasanbau, den großen Besprechungsraum des Unternehmens. Warum? Zum einen: Die stummen Flossentiere stören nicht. Zum anderen sind sie eine Arbeit des Konstanzer Künstlers Markus Brenner, die sehr gut nach Glashütte passt. Der 44-Jährige näht den Forellen Badeanzüge, porträtiert sie – und überträgt damit menschliches Verhalten und Rollenklischees auf die Tierwelt. Die beiden großformatigen Exemplare im NOMOS-Konferenzraum tragen Schwimmkleider mit den Nationalflaggen von Deutschland und der Schweiz. Der deutsche und der schweizerische Fisch stehen einander auf Augenhöhe gegenüber, starren sich an, küssen sich fast. Wie die Uhrenindustrie vor Ort, wie das deutsche NOMOS Glashütte und die zu Schweizer Konzernen zählenden Betriebe von Lange & Söhne und Glashütte Original vis-à-vis. Friedlich teilen sich alle das Becken im Tal. 

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Zürich aus Glashütte

Groß, aber dezent: Die neue NOMOS-Uhr heißt Zürich, vereint das Beste aus Glashütte und der Schweiz. Sie kommt mit Automatikkaliber, ist eleganter – und ein bisschen teurer

Glashütte, im August 2009. Zürich. Eine der teuersten Städte der Welt. Sehr international und dennoch ein Dorf. Sie gilt als die Stadt mit der höchsten Lebensqualität (Glashütte, leider, reicht da nicht heran), die der Banken und der eleganten Bahnhofsstraße, der schönen Badis und des berüchtigten Platzspitz. Und Zürich ist die Stadt einer Uhr: Modell Zürich ist neu. Runde Ecken, parallele Schrägen, massive Eleganz. Was leicht paradox klingt, ist schön, sehr NOMOS Glashütte.

Das Werk der neuen NOMOS-Uhr ist automatisch und aus Glashütter Manufaktur: das von Tangomat und Club Automat bekannte High-End-Kaliber Epsilon. Es stammt also nicht aus der Schweiz, sondern komplett aus dem Mekka der Feinuhrmacherei in Sachsen. Das Gehäuse der Uhr jedoch ist eidgenössisch, und die Akkuratesse der Finissage steht der Sorgfalt beim Finissieren des Uhrwerks in nichts nach.

Groß, aber nicht gefährlich, auffällig, aber alles andere als protzig. Zürich ist eine massive (Herren-)Uhr, die bei aller Größe dezent bleibt. Endlich also hat auch NOMOS Glashütte eine Uhr für Kunden, die große Uhren lieben. Weil sie selbst ein bisschen größer sind. Oder weil die Mode den Blick auf Uhren stark verändert hat. Die neue Uhr ist für Menschen von klarem Verstand: In diesem Entwurf spiegelt sich Liebe zur Ingenieurskunst, zur Logik. Alle Formen des Gehäuses sind geometrisch, aus einfachen Einzelformen aufgebaut: eine Uhr von (recht männlicher) Schönheit. Und eine Uhr für den zweiten Blick. Was beim ersten Hinsehen so einfach wirkt, entpuppt sich als äußerst komplex. Diese Uhr kann man wieder und wieder ansehen, man wird mit ihr nicht so schnell fertig, es gibt immer wieder Neues an ihr zu entdecken – ein Leben lang.

Doch noch einmal: wieso Zürich? Uhrenkennerschaft wird den Menschen hier schon im Vorschulalter beigebracht. Wie in Glashütte. Und die weltläufige Bodenständigkeit der Uhr passt perfekt zu dieser Stadt. Vor allem jedoch ist Zürich die Heimatstadt von Hannes Wettstein, der diese Uhr gezeichnet hat. Der renommierte Gestalter, unlängst viel zu jung verstorben, gehört für NOMOS Glashütte zu den ganz Besonderen seiner Zunft.

Zürich gibt es, auch in der Modellvariante mit Datum, von Anfang November an im besten Fachhandel. Eine Variante mit Weltzeituhr wird folgen. Zürich ist scharf kalkuliert, aufgrund des hohen Aufwands aber dennoch etwas teurer als andere Uhren von NOMOS Glashütte: Die Standardausführung kostet 2.400 Euro, die Variante mit Datumsanzeige 2.800 Euro.

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Änderungen vorbehalten, Stand August 2009

Daten

Uhrwerk: Manufakturkaliber mit Automatikaufzug (Epsilon)
Gehäuse: Edelstahl, achtteilig, sechsfach verschraubt, Durchmesser 39,7 mm, Höhe 9,65 mm, Saphirglasboden
Zifferblatt: galvanisiert, weiß versilbert, Appliken aus rhodiniertem Messing
Wasserdichtigkeit: bis 3 atm
Zeiger: Messing, rhodiniert, facettiert
Armband: Horween Shell Cordovan
Preis: 2.400 Euro

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Studio Hannes Wettstein

Die Arbeiten von Hannes Wettstein haben die Design-Szene der Schweiz und Europas nachhaltig geprägt. Er gehörte zu den einflussreichsten Gestaltern der letzten Jahrzehnte

Glashütte, im Herbst 2009. Er zeichnete Räume, Sofas, Stühle, Leuchten, Kugelschreiber, Feldstecher, Lautsprecher – und zahlreiche Uhren. Gemeinsam ist seinen Entwürfen ihre Einfachheit; sie sind elegant, dabei technisch raffiniert und auf leise Art eigenwillig. NOMOS Glashütte hat Hannes Wettstein 2006 erstmals beauftragt. Das Ergebnis: Modell Zürich. 2008 starb der Gestalter im Alter von nur fünfzig Jahren. Seine etwa zwanzigköpfige Mannschaft aus Architekten und Designern setzt seine Arbeit fort.

Vita:1958 wird Hannes Wettstein in Ascona geboren. Er absolviert eine Ausbildung zum Hochbauzeichner und bildet sich autodidaktisch weiter. Mit 24 Jahren macht sich Wettstein selbständig. 1982 gelingt der Durchbruch mit dem Beleuchtungssystem Metro für Belux. Der Stuhl Juliette für Baleri Italia wird kurz darauf zum Klassiker.1991 gründet der Designer in Zürich das Studio Hannes Wettstein, das noch heute existiert. Zwischen 1991 und 1996 ist Hannes Wettstein als Dozent an der ETH Zürich tätig, von 1994 bis 2001 hat er eine Professur an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Das Studio Hannes Wettstein ist auch nach dem Tod von Hannes Wettstein eine der führenden Agenturen für die Gestaltung von Alltagsgegenständen, Möbeln und Innnenräumen in der Schweiz. Für NOMOS Glashütte arbeitet es bereits an nächsten Entwicklungen.

 

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Kleine Uhren-Heimatkunde

20 Jahre Mauerfall, 20mal 20 NOMOS-Uhren. Alle sind grau und doch verschieden. Über die Modelle Weißwasser, Glashütte und Pasewalk – und die große Schönheit von Grau

Glashütte, im Mai 2009. Grau ist glaubwürdig, verlässlich, solide. Das klingt, okay, nicht irre sexy. Grau ist ferner die Farbe von Langeweile, Büromöbeln, Staub und Finanzbuchhaltung.

Grau ist die Farbe der Bürokraten, von Beton, Unfreundlichkeit und Tristesse. Graue Straßen, graue Gesichter - besonders grau und triste ist's im Osten, das weiß doch jedes Kind. Stopp: Nicht nur. Denn Grau ist auch die Farbe der Herrenanzüge; sommers hellgrau, winters dunkelgrau. Metallic-graue Limousinen, silbergrau getönte Scheiben, Männer mit graumelierten Haaren. Grau ist die Farbe von Eminenzen, die im Hintergrund die Strippen ziehen. Grau hat Chic, zeigt Profil, steht für Understatement und Erfahrung. Grau ist lichter als Schwarz und nicht so nackt wie weiß. Grau ist cool, ist edel. Wenn es aus dem Westen kommt?

Die schönsten Grautöne kommen nun aus Sachsen: 20 unterschiedlich graue Uhren, limitiert auf jeweils 20 Stück - das ist die Glashütter Sonderedition Einheits-NOMOS. Eine jede Uhr trägt den Namen einer Stadt in den längst nicht mehr neuen Ländern.

Wie grau ist es in Pasewalk? Wie in Weißwasser, selbst wenn die Sonne scheint? Der Berliner Designer Michael Paul, 34, war unterwegs, hat das Grau aller Städte erkundet, für jede Stadt eine wunderschöne graue Uhr entworfen. Stein-, zement- und mausgrau, silbergrau, purpur- und grüngrau, nebel- und blaugrau. Die grauen Sonder-Orions bekamen ein Gehäuse aus Edelstahl* und rhodinierte respektive vergoldete Zeiger. Einheits-NOMOS: ein bisschen Heimatkunde.

* Nur eine Uhr nicht: Modell Glashütte hat ein Gehäuse aus Gold.

Die 20 Einheits-NOMOS Modelle heißen:
Orion Budyšin, Orion Dessau, Orion Eisenhüttenstadt, Orion Glashütte, Orion Grimmen, Orion Herrnhut, Orion Hildburghausen, Orion Lichtenstein, Orion Ludwigslust, Orion Lützen, Orion Pasewalk, Orion Schildau, Orion Schmalkalden, Orion Schwarzenberg, Orion Stendal, Orion Templin, Orion Treuenbrietzen, Orion Weißwasser, Orion Weimar, Orion Wurzen

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„Wenn man wollte, ließe sich der bunte Tumult in eine Art Ordnung verwandeln. Es gäbe eine Möglichkeit, die Farben einer Stadt nach einem bestimmten Plan zu verteilen. Ich denke da an eine rote Straße, eine gelbe Gasse, einen blauen Platz, einen weißen Boulevard und ein paar bunte Monumente.“ Ferdinand Léger

Erregbares, farbiges Grau

Grau dominiert, regiert – jedoch aufs Schönste: 20 Jahre nach dem Mauerfall gibt es eine limitierte Edition von 20 Orion-Modellen, die „Einheits-NOMOS“. Jede Uhr ist grau und jede trägt den Namen einer Stadt.

Glashütte, im März 2009. Nicht unbedingt blühende Landschaften, aber: Es gibt delikates farbiges Grau an der Schwelle zum Rosa. Das ist Schildau. Welches, das silbern oder bläulich wirkt wie der Himmel im März, fast wie Schwarzenberg. Grau kann Dunkellila sein, siehe Lützen, fast Azurblau oder monochrom in Grün fallen, Oliv erzeugen. Grau kann fast alles, Grau kann Deutschland sein.*

20 mal 20 Uhren, auf je 20 Stück limitiert – so eisern rationiert war noch kein NOMOS-Modell. Die Wahl dürfte denen, die es haben wollen, nicht leicht fallen, denn eben: Jede der Uhren ist grau. Die unterschiedlichen Grautöne sind keineswegs beliebig; der Gestalter dieser Uhr, der Berliner Michael Paul, 34, hat Städte in der ostdeutschen Provinz besucht, die Grauwerte gemessen und daraus Zifferblätter gemacht. Die Uhren sind benannt nach eben diesen Städten, und die Serie dieser Uhren heißt, klar, im Mauerfall-Jubiläumsjahr: Einheits-NOMOS.

„Diese Serie ist die vielleicht konsequenteste NOMOS-Edition überhaupt. Zwischen diesen Nuancen zu entscheiden, das vermögen nur Ästheten“, findet NOMOS-Sprecherin Ute Fischer-Graf, 43. „Und Humor und Geschichtsbewusstsein gleichermaßen beweisen, das ging auch noch mit keiner Uhr.“

Die Sonderserie Einheits-NOMOS, eben fertig geworden, kommt noch vor dem 20. Jubiläum des Mauerfalls in den Handel. Ausgestattet sind alle 20 mal 20 Uhren wie die Standard-Orions der Glashütter Manufaktur: unterschiedlich. Manche mit Saphirglasboden, manche ohne, einige mit Indexen in Stahl, andere mit solchen, die vergoldet sind. Der Preis richtet sich nach dem Boden: 1240 Euro kosten die Exemplare mit Glasboden, 1040 Euro die anderen. Nur eine Uhr fällt mit 4360 Euro und auch sonst etwas aus dem Rahmen: Modell Glashütte. Diese Stadt, so fand man bei NOMOS, hat ein massiv goldenes Gehäuse verdient.

* Einwände? Grau sei die Farbe von Mittelmaß, von Langeweile, Staub und Finanzbuchhaltung? Die Farbe von Sekundärtugenden, die des Alters, der Unfreundlichkeit? Nein. Grau wird verkannt. Grau ist „stumm, aber leicht erregbar zu herrlichen Tönen“, sagte einst auch der Schweizer Maler und Kunsttheoretiker Johannes Itten, und er hatte recht. Schon für Goethe, der sich in Weimar (auch das eine Uhr der NOMOS-Serie!) intensiv damit beschäftigt hat, entstehen alle Farben aus „dem Trüben“, aus dem Grau. Nach seiner Theorie bilden all jene Farbpaare eine Einheit, die einander zum Grau ergänzen: die Komplementärfarben wie etwa Rot und Grün oder Gelb und Lila. Auch die Mischung der Grundfarben Gelb, Rot und Blau ergibt Grau – weshalb es in Goethes Farbkreis in der Mitte steht. Gerhard Richters Ausstellung „Acht Grau“ in der Kunsthalle Deutsche Guggenheim wurde weltberühmt. Und: Grau ist glaubwürdig, verlässlich, die Farbe des Wissens und wir finden – wunderschön. Michael Paul, der Gestalter dieser Uhr, hat übrigens eine Lieblingsfarbe: Grau.

Die 20 „Einheits-NOMOS“-Städte sind: Budysin, Dessau, Eisenhüttenstadt, Glashütte, Grimmen, Herrnhut, Hildburghausen, Lichtenstein, Ludwigslust, Lützen, Pasewalk, Schildau, Schmalkalden, Stendal, Schwarzenberg, Templin, Treuenbrietzen, Weimar, Weißwasser und Wurzen.

Stand März 2009, Änderungen vorbehalten

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Maschinenlärm statt Korkenknall

NOMOS hat zum dritten Mal seit 2000 mit einem Modell, der Tangente, die Goldene Unruh gewonnen. Doch zum Feiern fehlt die Zeit, denn NOMOS Glashütte baut – an Gebäuden und neuen Uhren.

Glashütte, im März 2009. Sie waren eine kleine Attraktion für den Ort, die schweren Laster, die da tagelang vor dem Glashütter Bahnhof hielten. Hier befindet sich der Sitz von NOMOS Glashütte mit Verwaltung und Fertigung. Doch nicht nur der Bahnhof gehört zur Manufaktur NOMOS, sondern neuerdings auch das ehemalige Bahnstellwerk samt Arkaden-Unterbau. Die Laster brachten neue Präzisionsmaschinen zur Fertigung der Räder und Triebe für die Uhrwerke. Auch die Dreherei, verantwortlich für all die winzigen Stifte und Pfeiler, die ein Uhrwerk braucht, ist in die Arkaden umgezogen, verstärkt um zwei neue CNC-Langdrehautomaten.

Fast alle Präzisionsteile, aus denen ein NOMOS-Uhrwerk besteht, stellen die Mitarbeiter nun selbst her. Verständlich, dass den Feinmechanikern erstmal keine Zeit zum Feiern bleibt. Die neuen Fertigungsmöglichkeiten bringen NOMOS zusätzliche Unabhängigkeit und mehr Einfluss auf die Genauigkeit der Teile für die preisgekrönte Tangente und die anderen, bereits ebenfalls prämierten Modelle Tangomat, Orion, Club, Ludwig und Tetra.

Was man noch bauen könnte, überlegen sich hauptberuflich vier Uhrmacher und Konstrukteure der NOMOS-Abteilung Forschung und Entwicklung. In den vergangenen zehn Jahren haben sie Dinge wie den extra flachen Datumsmechanismus erfunden, den es so nur bei NOMOS gibt. Er wurde patentiert. Sie haben eine Gangreserve-Anzeige konstruiert, die ebenfalls ein Patent erhielt. Sie haben ein eigenes Automatik-Kaliber entwickelt, für Wempe Werke mit Drehgang (Tourbillon) und Doppelfederhaus gebaut. Von ihnen ist noch einiges zu erwarten. Deshalb erhalten auch sie jetzt neue Räume und Geräte. Im ehemaligen Befehlsstellwerk der Bahn, ein Stockwerk über der neuen Maschinenhalle gelegen, werden sie an der ständigen Verbesserung der bestehenden Kaliber und an NOMOS-Neuheiten arbeiten. Und irgendwann werden sie auch mit ihren Kollegen feiern. Nur jetzt gerade eben ist keine Zeit.

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Teure Popos aus Illinois

Aus Horween Shell Cordovan, dem Leder vom Hinterteil von Pferden, sind die exklusivsten Schuhe, Portemonnaies, Taschen, Gürtel – und die Uhrenarmbänder von NOMOS Glashütte.

Glashütte, im März 2009. Glänzende Budapester, feine Gürtel, Bänder mechanischer Armbanduhren: Der Stoff für all das kommt aus einer ganz besonderen Firma – der Horween Leather Company in Chicago. Die Zeit hier scheint still zu stehen. Seit 1905, als diese wohl berühmteste Gerberei der Welt gegründet wurde, hat sich kaum etwas verändert. Wie damals rattern die Lederstapel auf Eisenrädern durch die Hallen, und die Patina aus Öl, Fett und Wachs, die über allem liegt, wuchs über die Jahrzehnte. Schon der Urgroßvater von Firmenbesitzer Arnold Horween hat in diesem Fabrikgebäude so produziert, wie es sein Urenkel heute noch tut.

Arnold Horween fertigt das wohl exklusivste Leder der Welt, das „Shell Cordovan“. Es wird aus der Haut von Pferden gewonnen, besser gesagt aus einem kleinen Teil davon. Auf den Hinterbacken aller Equiden – also Esel, Haus- und Wildpferde, selbst Zebras – gibt es eine nierenförmige Fläche, an der die Haut verdickt ist. Vielleicht zum Schutz, weil die Tiere dort weder mit den Zähnen noch mit dem Schwanz hinkommen, um etwa Ungeziefer abzuwehren. Nur ein Stückchen also, nur ein Achtel der Pferdehaut, wird zu Shell Cordovan, aus dem überwiegenden Rest der Haut werden Taschen oder Jacken hergestellt. Die heiß ersehnte Qualität aber hat eben nur das kleine Stückchen. Das Leder wird von der Innenseite der Haut genommen und ist besonders feinporig. Es ist glatt und dicht wie kein anderes Leder, es glänzt, ist schier unverwüstlich und wird mit dem Alter immer schöner.

Wenn es ein großes Tier mit breitem Hintern war, können aus den edlen Backen zwei Paar Schuhe gefertigt werden, immerhin, und die werden dann in den feinen Läden von Alden, Ludwig Reiter oder Allen Edmonds auf den Boulevards der Welt für mehrere hundert Euro verkauft. Aber auch ein deutsches Unternehmen kauft Shell Cordovan, braucht viele kleine Stücke: Die Uhrenmanufaktur Nomos aus dem sächsischen Glashütte benutzt dieses Leder für Uhrenarmbänder, weil die vier bis fünf Mal so lange halten wie solche aus Kroko, Hai­fisch, Strauß oder Rind – und weil Bänder aus diesem Leder nie abgenutzt wirken, sondern nur diese schicke Patina kriegen. Drum hat Nomos Glashütte einst alles verfügbare Shell Cordovan-Leder aufgekauft, um auf Jahre die Versorgung zu sichern. Zwar, ja: Auch andere Marken haben Cordovan-Bänder. Aber eben keine aus dem begehrten Shell, aus den Hinterbacken des Tieres.

Noch einmal zurück in die Fabrik in Chicago, Illinois. Bis ein Armband oder ein Schuh genäht werden können, vergeht hier viel Zeit: Sechs Monate und rund 25 verschiedene Arbeitsschritte dauert es, bis das Edelleder schließlich fertig gegerbt, geschält, gefärbt, geglättet und für die Weiterverarbeitung bereit ist. Alles von Hand. „Eigentlich sind wir eher ein Handwerksbetrieb als ein Industrieunternehmen“, sagt Arnold Horween, der Chef. „Die Wertschöpfung geschieht wie eh und je vor allem durch Handarbeit, nicht durch Maschinen.“ In der Firma gibt es unter den 140 Mitarbeiter nicht wenige, die seit 30, 40, 50 Jahren im Unternehmen sind – noch so eine Ausnahme in einem Land, in dem Arbeiter durchschnittlich alle fünf Jahre den Job wechseln, schneller als fast überall.

Wie auch immer: Die Geschäfte laufen prima, trotzdem oder deshalb. „Die Kunden akzeptieren, dass wir seit Jahrzehnten gleich produzieren und für die höhere Qualität auch entsprechende Preise verlangen.“ Nur in Japan und in Italien gibt es heute noch je ein Unternehmen, das Cordovan-Leder herstellt. Beide Firmen sind jedoch sehr klein, spielen auf dem Markt keine Rolle. „Ich könnte sehr viel mehr verkaufen, wenn ich mehr Pferdehäute bekäme“, sagt Arnold Hoorween. „Ich kaufe, was ich kriegen kann.“

Dasselbe sagen Firmen wie Nomos Glashütte; mehr Shell Cordovan wünschen sich viele. Und so könnte der Leder-König für sein Shell wohl auch verlangen, was er wollte: Arnold Horween hat ein Quasi-Monopol auf dieses edelste aller Glattleder, und für beste Schuhe, feine und haltbare Bänder mechanischer Armbanduhren, für jene kleine feine Welt der Dinge, die mit den Jahren immer schöner werden, scheint dieses edelste aller Glattleder schlicht und einfach unersetzlich zu sein.

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Auszeichnungen von NOMOS Glashütte

(ab 2000, Stand Dezember 2009)
Einige Preise und Auszeichnungen, mit denen NOMOS sich schmücken darf:

2009
Chrono-Award 2009
Modell Zürich: 1. Platz, Kategorie „Business Class“

Chrono-Award 2009
Modell Tangente: 2. Platz, Kategorie „Trendsetter“

Munichtime 2009
(Jurywahl)
Modell Orion rosé-gold mal gold: 2. Platz, Kategorie „Femininer Luxus“

Uhr des Jahres 2009, Kategorie Damenuhr, Holland
Modell Orion rosé-gold: 1. Platz

Uhr des Jahres 2009
Modell Tangomat Datum: 5. Platz

Damenuhr des Jahres 2009
Modell Orion rosé-gold: 3. Platz

Madame Luxe!Awards 2009
Modellreihe Tetra²: 1. Platz, Kategorie  „Uhren Visionär“

Goldene Unruh 2009
Modell Tangente: 1. Platz, Kategorie A bis 1.000 EUR

Goldene Unruh 2009
Modell Tangomat Datum: 2. Platz, Kategorie B bis 5.000 EUR

2008

Goldene Unruh 2008
Modell Tangomat Datum: 2. Platz, Kategorie B bis 5.000 EUR

Goldene Unruh 2008
Modell Club: 7. Platz, Kategorie A bis 1.000 EUR

Uhr des Jahres 2008
Modell Tangomat Datum: 5. Platz

Zeitschrift „Format“ 2008, Österreich
Modell Tangente: 2. Platz beim Format Chrono Award 2008 in der Kategorie „Trendsetter bis 1.000 EUR“

Munichtime 2008
Modell Tetra Gold Mocca: 1. Platz in der Kategorie „Femininer Luxus“

Marketing-Preis 2008
für beispielhaft gelungenes Marketing

2007

Goldene Unruh 2007
Modell Tangente: 2. Platz, Kategorie A bis 1.000 EUR

Uhr des Jahres 2007
Modell Tangomat Datum: 3. Platz

Uhr des Jahres 2007, Holland
Modell Tangomat: 2. Platz, Kategorie bis 3.000 EUR

red dot design award 2007
Modell Tangomat

Zeitschrift „Format“ 2007, Österreich
Modell Club: 3. Platz, Kategorie „Trendsetter“

Uhr des Jahres 2007, Österreich
Modell Tangente Gangreserve anthrazit: 8. Platz, Rubrik „Elegante Klassik“

2006

Goldene Unruh 2006
Modell Tangente: 1. Platz, Kategorie A bis 1.000 EUR

Goldene Unruh 2006
Modell Tangomat Datum: 3. Platz, Kategorie B bis 5.000 EUR

Uhr des Jahres 2006, Österreich
Modell Tetra Gold: 1. Platz, Rubrik „Femininer Luxus“

Chrono Award 2006, Österreich
Modell Orion: 2. Platz, Kategorie „Trendsetter“

2005

Goldene Unruh 2005
Modell Tangente: 2. Platz, Kategorie D bis 1.000 EUR

Goldene Unruh 2005
Modell Tangente Datum Gangreserve: 6. Platz, Kategorie C bis 2.500 EUR

Uhr des Jahres 2005
Modell Tangente Datum Gangreserve: 7. Platz

2004

Goldene Unruh 2004
Modell Tangente Datum: 2. Platz, Kategorie C bis 2.500 EUR

Goldene Unruh 2004
Modell Tangente: 2. Platz, Kategorie D bis 1.000 EUR

Uhr des Jahres 2004
Modell Tangente Datum: 9. Platz

CHRONOS Innovationspreis 2004
Modell Tangente Datum Gangreserve: 5. Platz, Kategorie „Technik“

Uhr des Jahres 2004, Österreich
Modell Ludwig: 3. Platz, Kategorie „Damenuhr“

2003

Goldene Unruh 2003
Modell Tangente Datum: 2. Platz, Kategorie C bis 2.500 EUR

Goldene Unruh 2003
Modell Tangente: 2. Platz, Kategorie D bis 1.000 EUR

Uhr des Jahres 2003, Österreich
Modell Tangente Datum: 1. Platz, Kategorie „Trend und Design“

Uhr des Jahres 2003, Österreich
Modell Tetra: 4. Platz, Kategorie „Damenuhr“

Uhr des Jahres 2003, Österreich
Modell Tangente Datum Gangreserve: 6. Platz, Kategorie „Komplizierte Uhr“

2002

Goldene Unruh 2002
Modell Tangente: 2. Platz, Kategorie B bis 1.000 EUR

Uhr des Jahres 2002
Modell Tangente Sport Datum: 8. Platz

red dot design award 2002
Modell Orion schwarz Glasboden

CHRONOS Innovationspreis 2002
Modell Tangente Sport Datum: 7. Platz, Kategorie „Technik“

Uhr des Jahres 2002, Österreich
Modell Tangente: 1. Platz, Kategorie „Trend und Design“

Uhr des Jahres 2002, Österreich
Modell Orion anthrazit Glasboden: 6. Platz, Kategorie „Damenuhr“

Uhr des Jahres 2002, Österreich
Modell Tangente Sport Datum: 8. Platz, Kategorie „Herrenuhr“

2001

Goldene Unruh 2001
Modell Tangente Sport: 1. Platz, Kategorie B bis 2.000 DM

Uhr des Jahres 2001
Modell Tangente: 7. Platz

red dot design award 2001
Modell Tangente Sport

Sächsischer Staatspreis für Design 2001
Modell Tangente Sport Datum

2000

Goldene Unruh 2000
Modell Tangente: 1. Platz, Kategorie B bis 2.000 DM

red dot design award 2000
Modell Tetra EXPO 2000

Uhr des Jahres 2000
Modell Tangente: 6. Platz

 

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Seit dem Mauerfall:
NOMOS in Glashütte

Unternehmensgeschichte in wenigen Sätzen

Glashütte, im Herbst 2009. Weltweit gibt es etwa ein Dutzend Uhren-Manufakturen, drei davon in Deutschland, alle in Glashütte. Eine davon, die kleinste, ist NOMOS Glashütte.

Nach der Wende wurde die DDR-Industrie abgewickelt, auch der VEB Glashütter Uhrenbetriebe GUB. Der Ort hatte eine alte Uhrentradition, schon lang vor dem Mauerbau. Aber nun waren alle Industrieanlagen veraltet, die meisten Fachleute lebten nicht mehr – in den 80er Jahren hatte man auch in der DDR vor allem Quarzkaliber gefertigt.

Die Häuser grau, die Straßen kaum befahrbar, die Menschen deprimiert. Fast kein Haus hatte ein „Innen-WC“, und im Winter hing eine stinkende Braunkohle-Wolke über der Stadt: In Glashütte sah es 1989 aus wie in vielen Orten der Noch-DDR.

Roland Schwertner, diplomierter Betriebswirt aus Düsseldorf, wagte noch vor der Vereini¬gung in Glashütte den Neuanfang – mit einem Namen, den es rund 80 Jahre zuvor bereits einmal gegeben hatte: NOMOS Glashütte. In einer heruntergekommenen Dreizimmer-Wohnung, in der Schwertner auch wohnte, baute er mit zunächst drei Mitarbeitern die Produktion auf. Subventionen gab es erst Ende der 90er Jahre, erstmal liehen Freunde Geld. Es dauerte dennoch, bis es bergauf ging, langsam. In der Stadt wurden Wasser und Abwasser, Gas gelegt, neue Straßen gebaut. Es wurde renoviert wie verrückt, und die Uhrenfirmen konnten ihre ersten Modelle ausliefern. Doch nicht wie heute mit eigenen, echten Glashütter Werken: NOMOS behalf sich mit in der Schweiz gekauften Rohwerken, die vor Ort veredelt und verfeinert wurden.

Wenige Jahre erst ist das her – und doch: ganz andere Zeiten. Heute sieht man in dem zum NOMOS-Stammsitz umgebauten alten Glashütter Bahnhof viel junge Kunst an den Wänden; rund 80 Mitarbeiter bauen hier Uhren für den Weltmarkt.

Tangente, Orion, Tetra und Ludwig – die schon bekannten Designklassiker des Unternehmens – bekommen nach und nach Geschwister, etwa die erste Automatik-Uhr Tangomat, die Uhren der Club-Serie und nun, 2009, Modell Zürich. Seit man Handaufzugskaliber hier in Glashütte fertigt, seit man 2005 das erste Automatikwerk komplett hier konstruiert, entwickelt, gebaut hat, ist NOMOS Manufaktur und zählt zum eingangs erwähnten erlauchten Dutzend in der Welt.

Der Ort Glashütte ist – wenn auch nicht idyllisch und hübsch – so doch heute längst auf West-Niveau und seine Uhrenindustrie auf dem in der DDR früher stets gepredigten, nie erreichten „Welt-Niveau“. NOMOS Glashütte, als einzige der drei Manufakturen vor Ort noch unabhängig, ist erwachsen geworden. Neben jenen erschwinglichen Handaufzugsuhren und Automaten, für die NOMOS bekannt ist, fertigt man hier längst Chronometer und Tourbillons.


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Eine Preisträgerin für den Preisträger

Im Rahmen der Berlinale: Andreas Dresen hat den Leserpreis des Kinomagazins epd Film gewonnen. Und nun trägt auch dieser Regisseur eine NOMOS-Tangente.

Glashütte/Berlin, Februar 2009. Dem Film „Wolke 9“ ist der Leserpreis des Kinomagazins des Evangelischen Pressedienstes verliehen worden. Regisseur Andreas Dresen hat die Auszeichnung, eine NOMOS-Tangente, im Rahmen des Berlinale-Empfangs in der Hessischen Landesvertretung entgegen genommen.

NOMOS Glashütte stiftet den Preis in diesem Jahr bereits zum vierten Mal. Epd Film konnte unter anderem schon Fatih Akin und Florian Henckel von Donnersmarck einen Zeitmesser aus dem Uhrenmekka Glashütte überreichen. Henckel von Donnersmarck erhielt im Jahr 2007 kurz nach der NOMOS-Tangente einen Oscar.

Das Modell Tangente ist der Klassiker aus der Glashütter Manufaktur. Gestaltet nach den Kriterien des Deutschen Werkbunds, wird die Uhr ihrerseits immer wieder ausgezeichnet. So erhielt sie unter anderem den Designpreis Red Dot, die Goldene Unruh in verschiedenen Kategorien und wurde mehrfach zur Uhr des Jahres gewählt.

„Herzlichen Glückwunsch an Andreas Dresen“, so Uwe Ahrendt, Geschäftsführer von NOMOS Glashütte. „Es freut uns sehr, einen Preis mit Doppelnutzen stiften zu können. Neben der Anerkennung, die er ausdrückt, ist er auch alltagstauglich. Das schafft ein Oscar nicht.“ Auch der notorische Uhrenverlierer Dresen freut sich über den Preis mit Nutzwert. „Ich hoffe, dass mir diese Uhr lange erhalten bleibt“, so der Filmemacher.

NOMOS Glashütte fertigt an seinem Standort in Sachsen besonders hochwertige mechanische Uhren. Seit 2005 besitzt die Firma den Status einer Manufaktur. Derzeit beschäftigt sie 83 Mitarbeiter. NOMOS ist Mitglied im Deutschen Werkbund und vergibt Glashütte-Stipendien an junge Künstler und Journalisten.

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Club der Clubs

Uhren, die Karriere machen: größer, mit Datum und Automatikkaliber aus Glashütter Manufaktur – die jüngste NOMOS-Uhr gibt’s nun in zahlreichen Varianten.

Glashütte, im November 2008. Schülerinnen und Schüler werden versetzt (oder auch nicht), bekommen Abschlusszeugnisse (oder auch nicht), werden, mit Glück, erwachsen.

Sehr erwachsen ist nun die jüngste NOMOS-Uhr, Modell Club. Das Modell, das im vergangenen Jahr als die „gute Uhr zum Abitur“ auf den Markt kam, hat gleich eine ganze Reihe größerer Brüder bekommen – das Kindlich-Knuffige der Basis-Club verschwand zugunsten neuer Proportionen, die fürs Karrieremachen taugen: Die größeren Club-Uhren sind flächiger, sportlicher, eleganter; erwachsen eben. Und es gibt Club außer mit Handaufzug nun auch mit Automatikkaliber und Datumsanzeige.

Seit Juli sind alle neuen Club-Modelle im Handel. Club Datum, die Handaufzugsvariante mit Datum (Durchmesser 38,5 Millimeter; ohne Datum beträgt sie 36,0 Millimeter), sowie Club Automat (Durchmesser 40,0 Millimeter) und Club Automat Datum (Durchmesser 41,5 Millimeter), die beiden Versionen mit Automatikkaliber. All diese Handaufzugs- wie Automatikuhren gibt es mit hellem wie mit dunklem Zifferblatt (elfenbein/versilbert/mit Ruthenium beschichtet), nach Adam Riese acht verschiedene Uhren aus der Reihe Club. Bis zum Jahresende werden es sogar 16 Clubs im Club sein, denn bis dahin gibt es alle nicht nur mit Stahl-, sondern auch mit Glasboden.

Übrigens: Dass nicht nur die Clubs, sondern alle NOMOS-Uhren feinste Glashütter Werke haben und voller Uhrmacherspezialitäten stecken, dass sie wunderschön und dennoch erschwinglich sind, ist ein Vorteil, den unter den Manufakturen wohl einzig NOMOS Glashütte hat.

Und obgleich die neuen und größeren Versionen der Uhr auch erwachsene Preise haben, bleibt das Preis-Leistungs-Verhältnis aller Club-Modelle brillant; das Basismodell, die wohl günstigste unter den echten Glashütter Uhren, beginnt bei 780 Euro. Ehrensache, dass auch diese wie alle NOMOS-Uhren ein Leben lang hält. Mit einem klitzekleinen bisschen Pflege.

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Uhrenbegeisterung ist weiblich

Die Frauen sind’s: Der Trend zur Mechanik, seit Jahren besungen, ist nicht nur, aber eben schon zu einem guten Teil ihnen zu verdanken.

Glashütte, im April 2008. War Uhrenbegeisterung zwar von jeher grammatikalisch ein Femininum, Frauen jedoch lange ziemlich fremd, ist das nun neu: Immer mehr bewundern auch sie die Kunst, die aus einigen Zahnrädern, Schrauben, Federn und Platinen ein Kaliber bastelt, das Zeit in Stunden, Minuten, Sekunden teilt. Und wer Karriere macht, im Job gut aussehen muss oder mag, der braucht eben zum Anzug oder Kostüm nicht nur ein paar ordentliche Schuhe. Der braucht eine vorzeigbare Tasche, einen schönen Kalender, und: Der respektive die braucht auch eine Uhr, für die sie sich nicht schämt.

Und zum Nicht-Schämen reicht es auch bei Uhren nicht, nur hübsch zu sein – aufs Innenleben kommt es an. Nicht alle Frauen wollen genau wissen, wie es kommt, dass es tickt (und auch nicht alle Männer). Doch dass das, was tickt, etwas Gutes ist, ist schon wichtig. Frauen, die mit der Zeit gehen wollen, tragen natürlich längst eine mechanische Uhr, und umgekehrt werden Quarz-Uhren, so glaubt Uwe Ahrendt, Geschäftsführer von NOMOS Glashütte, in den nächsten Jahren an Bedeutung verlieren. Auch bei Frauen.

Schon zu Beginn des Jahrtausends wurde längst mehr Geld für mechanische Uhren ausgegeben als für Quarzmodelle, weit mehr, und ihr Anteil am Export ist allein zwischen 2001 und 2004 um fast 40 Prozent geklettert. 2008 ist zwar stückzahlenmäßig noch immer kein Gleichstand erreicht. Aber klar ist: Batterien am Handgelenk haben ihre besten Zeiten hinter sich.

Beste mechanische Uhren für Männer wie Frauen gibt es bei NOMOS Glashütte schon immer. Speziell für Frauen gibt es jedoch seit genau einem Jahr Tetra². So heißt die Serie von Uhren, die es in 16 unterschiedlichen, an Bauhaus und Corbusier angelehnten Farben gibt. NOMOS hat die Reihe erst 2007 auf den Markt gebracht – und bereits in den ersten Monaten doppelt so viele Uhren verkauft wie geplant: „Wir sind einigermaßen überrascht und kommen mit dem Bau dieser Modelle kaum hinterher“, so Uwe Ahrendt. Was zunächst als Sondermodell gedacht war, wird nun bei NOMOS Glashütte standardmäßig produziert: Die Handaufzugsuhr Tetra² scheint den Nerv der Zeit getroffen zu haben, verbindet Mode mit Zeitlosigkeit, Schick mit Charakter, die gute Form mit Glashütter Feinmechanik.

Es war eine Lücke im Markt, ganz offensichtlich: Gute Damenarmbanduhren, die es schaffen, auch ohne Brillanten und rosa Perlmutt weiblich zu sein. Und auch die Mode hilft dem Glashütter Unternehmen: „Lässig und doch feminin, auf coole Art erwachsen“ prognostizieren die Trend-Barometer für die nächsten Saisons. Ein Trend, zu dem ganz NOMOS passt. Die Händler führen über das Geschlecht ihrer Kunden zwar nicht explizit Buch. In einer Umfrage sagten jedoch fast alle unisono, dass es seit Jahren eine wachsende Zahl von Kundinnen sei, die auch nach Tangente, Orion und Co. verlangten.

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Kleine Uhren-Wegfahrsperre

Jedes Kaliber, jedes Gehäuse einzeln und fortlaufend nummeriert: Wozu dies überaus praktisch ist.

Glashütte, im April 2008. Armbanduhren haben in aller Regel zwei Werte: zum einen jenen in Euro, der für sie im Laden bezahlt wurde. Zum anderen einen unermesslichen – das, was einem die Uhr bedeutet, weil ans Herz wächst, was man täglich am Arm trägt: dem einen mehr, dem anderen weniger, aber meistens eben doch.

Sollte eine solche Uhr verloren gehen, ist dies traurig und ärgerlich, denn sie ist ja ein Stück fürs Leben. NOMOS Glashütte hat dagegen kein Patentrezept, doch eine kleine Hilfe eingebaut: Eine jede Uhr wird individualisiert. Wird eine NOMOS-Uhr auf der Straße gefunden, als Diebesgut im Internet angeboten oder taucht sie in einer Auktion in Südafrika wieder auf, so kann sie mit Hilfe dieser Ziffern wieder ihrem Besitzer in Chemnitz, Hamburg oder Aschau zugeordnet werden.

Voraussetzung dafür, dass dies klappt, ist, dass man seine neue Uhr nach dem Kauf (oder nachdem man damit beschenkt wurde) bei NOMOS Glashütte registrieren lässt. Denn in der Box einer jeden NOMOS-Armbanduhr liegt ein Garantiebuch, und in diesem findet sich eine Postkarte, mit welcher Tangente, Orion, Tetra & Co. in Glashütte bei NOMOS auf den Namen des Besitzers eingetragen werden kann. Derlei Individualisierung ist etwas Schickes und überaus Praktisches, etwas wie eine kleine Uhren-Wegfahrsperre. Denn auf der Welt geht nur wenig wirklich verloren – die meisten Dinge können nur nicht mehr zugeordnet werden. Ein Vorteil, den es so in dieser Preislage nur bei NOMOS Glashütte gibt.

1.605 Zeichen – Abdruck honorarfrei bei Beleg an NOMOS Glashütte/SA

Informationen und Bildmaterial:

Ute Fischer-Graf
NOMOS Glashütte/SA
Roland Schwertner KG
Ferdinand-Adolph-Lange-Platz 2
D-01768 Glashütte/SA

Tel. +49 (0)35053 4040
Fax +49 (0)35053 40480

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Mocca aus Glashütte

Gold wird teuerer – die Spatzen pfeifen es von den Dächern. Von NOMOS Glashütte gibt es jetzt Lieblingsluxusuhren, die, trotz steigender Edelmetallpreise, noch erschwinglich sind: Tangente und Tetra Gold Mocca in winterwarmen Materialien und Farben.

Glashütte, im November 2007. Es ist die Zeit. Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
 Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben: Wenn der Wind die Pfützen in die Hosenbeine peitscht, hat man vom Coolsein die Nase voll. Man sehnt sich nach Bratäpfeln, Schaumbädern, Bulleröfen, und statt Bionade und Frappe trinkt man jetzt vielleicht – Mocca. Auch ans Handgelenk wünscht man sich, wenn es draußen Winter wird, etwas schön Warmes: Gold und Braun statt Stahl, Chrom, Blau. Es ist die Zeit. Auch für eine neue Uhr.

Tangente und Tetra Gold Mocca heißen die beiden Modelle von NOMOS Glashütte. Massive Uhren aus 18 Karat Gold mit galvanisierten Zifferblättern in feinstem Dunkelbraun. Es sind Uhren für fortgeschrittene NOMOS-Liebhaber, edel und sinnlich, Uhren aus wertvollen Materialien und dabei doch zurückhaltend, schlicht. Es sind – gerade in Zeiten, da das Fördern von Gold weltweit kostspieliger wird – Geldanlagen, Herzensgaben. Und gleichzeitig sind diese Uhren unkompliziert und robust genug für jeden Tag im Jahr.

In beiden Gold Mocca-Modellen ticken feinste NOMOS-Handaufzugskaliber aus Glashütter Manufaktur mit Dreiviertelplatine, Glashütter Gesperr, Triovis-Feinregulierung, mit temperaturgebläuten Schrauben und diversen anderen Glashütter Uhrmacherspezialitäten. Sie sind nicht billig. Und doch für all das, was sie ihrem Träger für Jahrzehnte geben, preiswert: Die beiden Goldmodelle kosten 3.500 Euro bzw. 3.680 Euro. Im Handel  sind außerdem ein paar ganz rare Exemplare von Ludwig Gold Mocca: 3.960 Euro pro Uhr. Für alle, die sich jetzt beeilen.

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NOMOS punktet

Designpreis red dot für die Automatikuhr der Glashütter Manufaktur - das Modell Tangomat

Glashütte, im Juni 2007. Tangomat gewinnt: Soeben hat NOMOS Glashütte für die Automatikuhr den „red dot design award: product design 2007“ erhalten. Geschäftsführer Uwe Ahrendt und der für den Entwurf verantwortliche Künstler Klaus Schmitt nahmen auf der feierlichen Preisverleihung am 25. Juni 2007 im Essener Opernhaus (dem so genannten Aalto-Theater) die Ehrung entgegen. Der seit 1955 ausgeschriebene Designpreis – lange als „roter Punkt“ bekannt, bevor er 2000 zum „red dot award“ wurde – wird jedes Jahr aufs Neue von einer internationalen Jury für zwei Sparten vergeben; für Produktgestaltung zum einen, für den Bereich Kommunikationsdesign zum anderen. 2007 hatten insgesamt 2548 Produkte aus 43 Ländern zur Wahl gestanden, 666 wurden prämiert. Ausgerichtet wird der Preis seit 1990 jährlich vom Design Zentrum Nordrhein Westfalen.

Die nun ausgezeichnete Uhr Tangomat ist die erste NOMOS-Uhr mit Automatikkaliber. Diese mechanischen Werke ohne bzw. mit patentierter Datumsanzeige werden nicht nur vor Ort in Glashütte gebaut, sondern – in der Welt der Uhren eine Rarität – von NOMOS Glashütte auch komplett selbst entwickelt und konstruiert. Ein Schritt, der die Glashütter Manufaktur in die Riege der ganz wenigen Manufakturen weltweit katapultiert hat.

Gestalterisch ist der Tangomat eine Weiterentwicklung der kleineren Tangente, dem einst von Susanne Günther entworfenen Klassiker von NOMOS Glashütte, dessen Gesicht und dessen schlichtes Edelstahlgehäuse fast wie ein Logo für die Marke stehen. Modell Tangomat, welches aus der Feder des Künstlers Klaus Schmitt stammt, gibt es in verschiedenen Ausführungen: mit hellem (galvanisch versilbertem) und mit dunklem (Ruthenium beschichtetem) Zifferblatt, in beiden Farben mit Datum oder auch ohne.

Dieser red dot ist für NOMOS nicht der erste. Zur Freude der sächsischen Uhrmacher gibt es davon bereits vier. Die Uhr ist – wie alle anderen ausgezeichneten Produkte – einen Monat lang in der Sonderausstellung zu sehen.

Der etwas sperrige Titel der Schau: „design on stage – winners red dot award: product design 2007“ (Ort: design museum im Kesselhaus der Zeche Zollverein in Essen). Im Anschluss wandern die Arbeiten in die ständige Ausstellung im red dot design museum.

2.193 Zeichen. Abdruck honorarfrei bei Beleg an NOMOS Glashütte/SA

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