Eigentum verpflichtet:
Service und Pflege
Es ist nicht viel. Gar nicht. Doch als Besitzer einer NOMOS-Uhr sollte man ein paar Kleinigkeiten beachten.
Zurück nach Glashütte
Eine Armbanduhr ist tagein, tagaus größeren und kleineren Belastungen ausgesetzt: beim Putzen der Badewanne etwa, beim Reifenwechseln, bei der Beschäftigung mit Rosensträuchern, Ruderbooten, Kanarienvögeln oder beim Frühstücken mit kleinen Kindern. Deshalb sollte sie manchmal in Revision.
Wir empfehlen Ihnen, die Uhr alle drei bis fünf Jahre zu NOMOS nach Glashütte zu schicken oder sie auch von einem Uhrmacher unter die Lupe nehmen zu lassen. Sie wird dann gereinigt, neu geölt, auf Dichtigkeit geprüft und hält dann weiter den kleinen und größeren Belastungen des Alltags stand.
Wasser und Sport
Eine NOMOS ist entsprechend den DIN-Normen wasserdicht. Die DIN-Werte dazu sind jedoch leider etwas irreführend: „30 Meter wasserdicht“ bzw. „wasserdicht bis 3 atm“ bedeutet laut Norm, dass diese Uhr 30 Minuten in einem Meter Tiefe unter Wasser bleiben kann. Das setzt allerdings voraus, dass sie dort nicht bewegt wird. Ein kräftiger Schwimmzug knapp unter der Wasseroberfläche kann mitunter denselben Druck erzeugen, der auch mehrere Meter tief unter Wasser herrscht. Und da auch Hitze und Temperaturschwankungen der Uhr nicht gut tun, weil sie das beste Dichtungsmaterial altern lassen, legt man die Uhr beim Duschen, Schwimmen und gar Tauchen besser ab. Man kann eine NOMOS jedoch natürlich zum Blumengießen tragen, und auch ein heftiger Regenguss macht ihr gar nichts aus. Uhren, die bis 100 Meter/10 atm wasserdicht sind – etwa die NOMOS-Sport- und Club-Modelle – eignen sich auch für Wassersportarten wie Schwimmen, Segeln, Surfen, Schnorcheln. Tiefsee-Tauchgang-tauglich sind auch sie nicht.
Es empfiehlt sich, die Wasserdichtheit jedes Jahr überprüfen zu lassen, weil Hitze und Temperaturschwankungen das Dichtungsmaterial – Gummi – angreifen können. (Beim Uhrmacher geht das auch ganz schnell.)
Das Leder des Bandes
Die handgenähten Bänder der NOMOS-Uhren bestehen aus Shell Cordovan – einem besonders begehrten Stück Leder, Haut vom Pferdepopo. Das Wasser abweisende geschmeidige Leder ist dick und dicht wie kein anderes – man braucht es nicht zu fetten. Müssen normale Lederbänder in aller Regel schon nach einigen Monaten ausgewechselt werden, so hält eines aus Cordovan meist viele Jahre.
Bei großen Temperaturschwankungen kann es passieren, dass die Fette, die im Leder stecken, weiß austreten. Dann genügt ein kurzes Polieren. Wenn Sie also mal wieder zwischen Äquator und Nordpol hin- und herreisen und dann an Ihrem Uhrenarmband helle Ränder sehen oder es etwas matt wird, so ist das nicht schlimm, sondern ganz normal. Reiben Sie diese einfach weg.
Die kleineren Uhren der NOMOS-Kollektion haben serienmäßig ein feines helles Band aus Velourleder, weil das besser zu den zarteren Uhren passt. Dieses Band ist nicht ganz so strapazierfähig, aber doch ziemlich. Und auch sehr schön.
Und sonst?
Und wenn doch mal etwas nicht klappt, wie es klappen sollte? Alle NOMOS-Uhren werden seit der Nummer Eins fortlaufend nummeriert und auf Wunsch mit dem Namen des Käufers registriert. Falls eine Uhr verloren geht und sie danach bei NOMOS abgeliefert wird, bekommt der Eigentümer sie wieder. Nach Ablauf der Garantiezeit versucht NOMOS, so schnell, so kulant respektive so preiswert wie möglich zu helfen.

