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© copyright 2007 NOMOS, GLASHÜTTE
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19.02.2004 Glashütte – was ist das?
Eine Region, in der fast alles schrumpft: Einwohnerzahl, Betriebe, Selbstwertgefühl. Der kleine Ort Glashütte jedoch schafft den Spagat zwischen Provinz und Weltläufigkeit
Zwei größere Straßen, zwei Kneipen, zwei Metzger, zwei Bäcker, zwei Spar-Läden. Um Glashütte zu zählen, reichen die Finger einer Hand. Mit nur knapp 3000 Einwohnern scheint sich das Nest zwischen Dresden und tschechischer Grenze nicht sonderlich von Nachbarorten wie Oberhäslich und Elend zu unterscheiden. Lebten hier nicht fast 300 der weltbesten Uhrmacher.
Das von Felsen und Berghängen umgebenen Tal, in dem Glashütte liegt, die Abgeschiedenheit und Ruhe, die es ausstrahlt, sind offenbar das richtige Umfeld für denjenigen, der hunderte von filigranen Einzelteilen fertigt, mit Hilfe von Mikroskop und Lupe, Pinzette und kleinen Schraubenziehern in höchster Präzision zusammenbaut und in ein enges Gehäuse verpflanzt. Vor gut 150 Jahren hatte Ferdinand Adolph Lange die Idee, hier Korbflechter und Bergarbeiter in der Uhrmacherkunst zu unterrichten, öffnete die erste Werkstätte. Im Laufe der Jahre ließen sich immer mehr Manufakturen nieder. Glashütte wurde weltbekannt, Geburtsort edler Uhren.
Nach der Wende ist dem verschlafenen Ort dann das gelungen, was anderswo in der Ex-DDR scheiterte.
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